1. Das Korpus Flucht und Emigration nach Großbritannien (FEGB): Primär- und Metadaten
Im Korpus Flucht und Emigration nach Großbritannien (FEGB) wurden 37 narrative Interviews mit meistens jüdischen Migrant_innen in Großbritannien gesammelt, d.h. Interviews, die mit Menschen geführt wurden, die in den 1930er Jahren aus Nazi-Deutschland, Österreich und der damaligen Tschechoslowakei emigriert waren. Der Großteil (24) der Interviewten war 1938/39 mit dem ‚Kindertransport‘ gekommen, die anderen bereits in den frühen 1930er Jahren als Kinder oder Jugendliche unabhängig vom Kindertransport auf eigene Initiative (durch die Familie oder Freunde)1.
Die Gespräche mit den Emigrant_innen wurden meist in den Privatwohnungen der Interviewten geführt und sind unterschiedlich lang (zwischen 45 Minuten bis mehr als zwei Stunden). Die Gesamtdauer der Interviews beträgt 3876 Minuten, d.h. ca. 64 Stunden (2189 Minuten mit ehemaligen Kindern des Kindertransports und 1687 Minuten mit Personen, die nicht mit dem Kindertransport kamen). Zum Zeitpunkt der Befragung (2017 und 2018) waren die Sprecher_innen zwischen 84 und 92 Jahre alt. Es ging in den Gesprächen hauptsächlich um Fragen des Sprachwechsels, Spracherwerbs, der Spracherhaltung und Sprachtradition in der Familie, doch wurde auch vieles angesprochen, was weit über diesen Themenbereich hinausreichte. Gemeinsame Themen sind Kindheitserinnerungen, Erfahrungen von Antisemitismus, Flucht/Emigration, Neuanfang, kulturelle Umorientierung, Kontakt und Reisen in deutschsprachige Länder nach dem Zweiten Weltkrieg. Dazu kommen viele individuelle Berichte. Von den Interviewten sprechen einige Standarddeutsch, die meisten aber Deutsch mit mehr oder weniger starkem Einfluss des Englischen, wobei es auch häufig zu Code-switching und -mixing kommt. 2019 wurde anlässlich des 80. Jahrestags des ersten Kindertransports im Jahr 1938 ein Teil der Gespräche in dem Buch Gerettet. Berichte von Kindertransport und Migration nach Großbritannien veröffentlicht (vgl. Thüne 2019a).
2. Transkripte und Datenaufbereitung
Das Korpus ist in der Datenbank für Gesprochenes Deutsch (DGD)2 zugänglich und zwar in der Version 2.35 (31.03.2025) mit alignierten Transkripten im FLN-Format, Wort- und Lemmalisten und Zusatzmaterial zu englischen POS-Tags; für die 37 Audiodateien liegen Transkripte in literarischer Umschrift mit orthographischer Normalisierung vor.
Es werden quantifizierte Metadaten angeboten, die vor allem mithilfe der Informationen aus den Zusatzmaterialien (Originalfragebögen) entstanden sind. Dazu gehören Angaben über die Sprechereignisse (Aufnahmedauer, Aufnahmeort, Tokens) und die Sprecher_innen (Geburtsdatum, Geburtsort, Geschlecht, Berufe, Alter, ihren Wohnort).
Zum jetzigen Zeitpunkt (2025) sind außer dem Buch Gerettet 15 Artikel erschienen (s.u.); über die Literaturdatenbank Zotero ist eine laufend aktualisierte Publikationsliste zu den Interviews aus dem Korpus zugänglich, u.a. mit genauen Nachweisen, welche Interviewpartner/innen in den einzelnen Beiträgen behandelt werden3. Weitere Projektinformationen befinden sich auf der Webseite zu diesem Projekt und dem Buch dazu4.
Über die Aufbereitung der gesprochensprachlichen Daten in einer für ein breiteres Publikum zugänglichen Textgrundlage, wie sie in Thüne (2019a) geboten wird, und damit zusammenhängenden Fragestellungen bzw. Probleme reflektiert Thüne (2023d).
3. Untersuchungen und Anwendung
FEGB schließt konzeptionell und methodisch an das Korpus Emigrantendeutsch in Israel (IS) in der DGD an. In den beiden Korpora geht es um Fragen des Sprachkontakts, da die erzwungene Migration der Sprecher_innen aus den Korpora FEGB und IS zu einer Umschichtung ihres Sprachrepertoires führte. Das Forschungsinteresse bezog sich primär auf die sprachliche Identität der oben beschriebenen Migrant_innen, d.h. es ging vor allem um zwei Fragenkomplexe: 1) Wie waren die Englischkenntnisse dieser Gruppe, und wie wurde Englisch gelernt? Und 2) Was passierte mit dem Deutschen, wurde es bewahrt, und wie wurde es bewahrt? Erste Resultate zum Spracherwerb des Englischen wurden vorgestellt (vgl. Thüne 2021).
Die historische Aufarbeitung der Emigration deutschsprachiger Menschen in der Nazizeit nach Großbritannien setzte vor allem in den 1990er Jahren ein (vgl. dazu Benz / Curio / Hammel 2003 und Baumel-Schwartz 2012). Zu der sprachlichen Situation von deutschsprachigen Migrant_innen der 1930er-Jahre nach Großbritannien gibt es hingegen nicht viele Untersuchungen. Das Thema wurde von Marion Berghahn (1988) und vom Research Centre of German and Austrian Exile Studies in London (vgl. Malet / Grenville 2002) berührt. Hervorzuheben sind zwei Studien, die sich ganz auf die Sprache konzentrieren: Epplers (2010) Analyse des Emigranto, eine Form der Sprachmischung in einer Gruppe von deutschsprachigen Emigrant_innen der 1930er-Jahre aus Wien in London auf der Grundlage von Interviews in den 1990er-Jahren und Monika S. Schmids (2002) Arbeit zum Sprachverlust, ebenfalls auf der Grundlage von Interviews aus den Jahren 1995 und 1997 mit deutschsprachigen jüdischen Migrant_innen der Nazizeit aus Düsseldorf in den englischsprachigen Raum. Im Gegensatz zu den zitierten Studien und anderen Interviewsammlungen zu dieser Sprecher_innengruppe, stellt das Korpus FEGB die bisher neuste und zum Großteil letzte sprachliche Datensammlung dieser Zeitzeug_innen dar. Sie ist wegen des hohen Alters der Interviewten auch ein Beispiel für Alterssprache (vgl. Luppi 2023). Sprachwechsel vom Deutschen ins Englische und Formen des Sprachverlusts sind deshalb auch in den Interviews des FEGB zu beobachten, doch waren die meisten Interviewpartner_innen auf der Diskursebene durchaus in der Lage, ihre Erfahrungen auf Deutsch zu vermitteln (Überlegungen zu diesem Thema in Thüne 2019b).
Die aufgrund von Selbsteinschätzungen in den Fragebögen entstandene Abbildung 1 zeigt, dass die in den Ursprungsfamilien vorhandene Mehrsprachigkeit zugunsten einer fast vollkommenen Einsprachigkeit (Englisch) aufgegeben wurde. Dieser Sprachverlust betrifft vor allem das Deutsche, aber auch andere Sprachen. Bei den wenigen Familien, in denen Deutsch weitergegeben wurde, handelt es sich um solche, in denen die Eltern beide deutschsprachige Migranten waren (z.B. zwei Kinder des Kindertransports).
Das Thema des Sprachverlusts bzw. der Sprachtradition und die metalinguistischen Kommentare zu diesen Erfahrungen stellen daher in den bisherigen Untersuchungen von zentralen Themen dar. Das ebenfalls zentrale Thema des Sprachwechsels in den Gesprächen bedarf noch einer ausführlichen Untersuchung. Zur Interaktion zwischen den Interviewten und der Interviewerin hat Koesters Gensini eine erste Studie in dieser Themenausgabe vorgelegt.
Die Konzeption des Korpus FEGB folgte dem sprachbiographischen Ansatz (wie z.B. von Betten 1995 und 2000 dargestellt; dazu auch Busch 2013). Grundsätzlich geht es also in den Interviews um Fragen des Sprachgebrauchs, der Sprachvermittlung und -bewahrung (vgl. Thüne 2020a), aber auch um Attribuierungen zu Sprachen, kulturspezifischen lexikalischen und kognitiven Phänomenen, zu denen u.a. der Gebrauch und die Entwicklung von Metaphern gehören sowie Schilderungen, die Teil der Konstruktion einer narrativen Identität von Sprecher_innen sind (vgl. z.B. in Thüne 2024a). Für diese Fragestellungen waren auch die Untersuchungen zum Korpus IS leitend (vgl. Leonardi / Thüne / Betten 2016).
Ein wichtiger Teil der Sprachbiographien sind auch Aussagen zum Spracherleben, d.h. zu Situationen, in denen Menschen sich selbst oder andere als sprachlich Handelnde wahrnehmen bzw. wahrgenommen werden. Es geht also zum einen um Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung, zum anderen um Zugehörigkeit oder Nicht-Zugehörigkeit zu bestimmten Kommunikationsgemeinschaften. Damit verbunden ist das Erleben sprachlicher Macht oder Ohnmacht, denn „Spracherleben ist nicht neutral, es ist mit emotionalen Erfahrungen verbunden, damit, ob man sich in einer Sprache wohlfühlt oder nicht“ (Busch 2013: 19). Zu diesem Themenkomplex zeigen die Analysen der Erfahrungen in der Schule in Großbritannien aussagekräftige Resultate (vgl. Thüne 2021 und Thüne / Brizić 2022).
Die Rekonstruktion der Reise des Kindertransports in der Erinnerung und ihrer traumatischen Erfahrung (vgl. Thüne 2023b) sind ein weiterer Themenkomplex, der in bisherigen Studien zwar schon vorgezeichnet, aber noch nicht ausreichend untersucht wurde. Ähnliches gilt für die Verarbeitung der Erfahrung in autobiografischen Texten (vgl. Thüne 2023c), der Darstellung in literarischen Texten (vgl. Thüne 2024b) und der Erfahrung mit Wiederbegegnung mit Menschen und Orten der Vergangenheit durch Reisen zurück zu den Orten der Kindheit und Jugend (vgl. Thüne 2020b). Ausgehend von der Erfahrung des Kindertransports wird in Thüne (2024a) durch die Reflexion auf den Koffer als Metasymbol versucht, eine Verbindung zu weiteren, neueren Migrationserfahrungen herzustellen.
FEGB bietet die Möglichkeit, einen Einblick in die Erfahrung einer historischen Migration zu gewinnen und die Reflexion darüber aus der Perspektive von Zeitzeugen an authentischen sprachlichen Daten nachzuvollziehen. Gerade die Interviewdaten und narrativen Einheiten im Korpus FEGB können Lernenden die Möglichkeit bieten, dieses Korpus (wie von Flinz 2021 vorgeschlagen) entweder durch Aufgaben und Übungen von Lehrpersonen kennenzulernen oder durch exploratives und autonomes Recherchieren eigenständig als Forscher_innen geschichtliche und kulturelle Zusammenhänge durch Sprache zu entdecken. Was den Unterricht in Schulen anbelangt, bietet das Korpus Einblick in eine historische Migrationserfahrung von unbegleiteten Kindern und Jugendlichen, ein Thema, das besonders aktuell ist und in Klassen mit Kindern und Jugendlichen mit Migrationserfahrung auf Interesse stoßen könnte. Die Interviews zeigen zudem, wie die traumatischen Erfahrungen im Laufe des Lebens besprochen und aufgearbeitet werden könnten. Studierenden von MA-Studiengängen an der Universität Bologna haben sich in den vergangenen Jahren mit spezifischen linguistischen Fragestellungen auseinandersetzt: es wurden der Gebrauch von Modalpartikeln und pragmatische Aspekte des Sprachwechsels untersucht, es gab dialoganalytische Auswertungen zur Themenentwicklung in Interviews und zu den Fragen, die sich bei der Übersetzung von gesprochensprachlichen Texten vom Deutschen ins Italienische ergeben und eine Untersuchung zu Emotionen und Orten. Einige der Ergebnisse gingen in Magisterarbeiten zum Korpus FEGB ein, die in Zotero verzeichnet sind (s.o.).
Notes
- Außerdem wurden zehn Männer und Frauen der zweiten Generation auf Englisch nach ihren Erfahrungen befragt. Diese Interviews fanden auf Englisch statt und sind nicht im FEGB dokumentiert. [^]
- http://dgd.ids-mannheim.de (06.12.2024); Zugang nach einmaliger vorheriger Registrierung. [^]
- https://www.zotero.org/groups/2595678/gerettet_fegb/library (06.12.2024). [^]
- http://www.gerettet2019.wordpress.com (06.12.2024). [^]
- https://www.unibo.it/sitoweb/evamaria.thune/en (07.12.2024). [^]
Literatur und Ressourcen
Baumel-Schwartz, Judith Tydor (2012): Never look back: The Jewish Refugee Children in Great Britain, 1938–1945. West Lafayette: Purdue University Press.
Benz, Wolfgang / Curio, Claudia / Hammel, Andrea (Hrsg.) (2003): Die Kindertransporte 1938/39. Rettung und Integration. Frankfurt am Main: Fischer.
Berghahn, Marion (1988): Continental Britons. German-Jewish Refugees from Nazi Germany. Oxford / Hamburg / New York: Berg.
Betten, Anne (Hrsg.) (1995): Sprachbewahrung nach der Emigration – Das Deutsch der 20er Jahre in Israel. Teil I: Transkripte und Tondokumente. Bd. 42. Tübingen: Niemeyer.
Betten, Anne (2000): „Vielleicht sind wir wirklich die einzigen Erben der Weimarer Kultur“. Einleitende Bemerkungen zur Forschungshypothese „Bildungsbürgerdeutsch in Israel“ und zu den Beiträgen dieses Bandes. In: Betten, Anne / Du-nour, Miryam (Hrsg.): Sprachbewahrung nach der Emigration – Das Deutsch der 20er Jahre in Israel. Teil II: Analysen und Dokumente. Bd. 45. Tübingen: Niemeyer, 157–181.
Busch, Brigitta (2013): Mehrsprachigkeit. Wien: Facultas WUV.
Emigrantendeutsch in Israel. In: Datenbank für Gesprochenes Deutsch, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache Mannheim. PID = http://hdl.handle.net/10932/00-0332-C3A7-393A-8A01-3 (Zugang nach einmaliger vorheriger Registrierung).
Eppler, Eva (2010): Emigranto: The syntax of German-English code-switching. Wien: Braumüller.
Flinz, Carolina (2021): KORPORA in DaF und DaZ: Theorie und Praxis. In: Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht 26: 1, 1–43.
Leonardi, Simona / Thüne, Eva-Maria / Betten, Anne (Hrsg.) (2016): Emotionsausdruck und Erzählstrategien in narrativen Interviews. Analysen zu Gesprächsaufnahmen mit jüdischen Emigranten. Würzburg: Könighausen & Neumann.
Luppi, Rita (2023): Erste Überlegungen zum Verhältnis zwischen Gedächtnis und Mehrsprachigkeit in Interviews mit Kindern des Kindertransports. In: Studi Germanici 24, 225–247.
Malet, Marian / Grenville, Anthony (eds.) (2002): Changing Countries. The Experience and Achievement of German-Speaking Exiles from Hitler in Britain from 1933 to Today. London: Libris.
Schmid, Monika S. (2002): First Language Attrition, Use and Maintenance. Amsterdam: John Benjamins.
Thüne, Eva-Maria (2019a): Gerettet: Berichte von Kindertransport und Auswanderung nach Großbritannien. Berlin / Leipzig: Hentrich & Hentrich.
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Thüne, Eva-Maria (2020b): Zurück nach Hannover. Ehemalige MigrantInnen jüdischer Herkunft erzählen. In: Behr, Janina / Conrad, François / Kornmesser, Stephan / Tschernig, Kristin (Hrsg.): Schnittstellen der Germanistik. Festschrift für Hans Bickes. Berlin et al.: Peter Lang, 323–345.
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Thüne, Eva-Maria (2023b): Kinder an der Grenze. Narrative Rekonstruktion von Reiseetappen des Kindertransports. In: Annali. Sezione germanica 33 (Themenheft: Erzählte Chronotopoi: Orte und Erinnerung in Zeitzeugeninterviews und berichten zu erzwungener Migration im 20. Jahrhundert), 151–176. http://doi.org/10.6093/GERMANICA.V0I33.10740.
Thüne, Eva-Maria (2023c): Raumwahrnehmung und Textentwicklung. Ein Vergleich von Beispielen aus den Korpora Emigrantendeutsch in Israel und Flucht und Emigration nach Großbritannien. In: Leonardi, Simona / Costa, Marcella / Gensini Kösters, Sabine / Schettino, Valentina (Hrsg.): Orte und Erinnerung. Eine Kartografie des Israelkorpus. Rom: Istituto Italiano di Studi Germanici, 385–402. (= Confronti).
Thüne, Eva-Maria (2023d): Was bleibt? Über die schriftliche Textformung von mündlichen Interviews am Beispiel von Gerettet. In: Gärtig-Bressan, Anne-Kathrin / Magris, Marella / Riccardi, Alessandra / Rocco, Goranka (Hrsg.): An der Schnittstelle von deutscher Sprache, Literatur und Translation. Festschrift für Lorenza Rega zum 70. Geburtstag. Lausanne et al.: Peter Lang, 349–363. (= Kontrastive Linguistik. Linguistica contrastiva).
Thüne, Eva-Maria (2024a): Die Koffer der Kinder des Kindertransports. In: Brähler, Susan / Münderlein, Kerstin-Anja (Hrsg.): “When men are unprepared and look not for it”: in Memoriam Christoph Houswitschka. Bamberg: University of Bamberg Press, 127–146. https://fis.uni-bamberg.de/entities/publication/90b2e6a7-349d-4021-8d0e-011f1519485e (07.12.2024).
Thüne, Eva-Maria (2024b): „Who are those children?“ Die Aufarbeitung des Kindertransports in ausgewählten Texten. In: Dallapiazza, Michael / Pontini, Elisa / Simonis, Annette (Hrsg.): Die Shoah in der deutschsprachigen Literatur. Lausanne et al.: Peter Lang, 57–80. (= Jahrbuch für internationale Germanistik Reihe A, Gesammelte Abhandlungen und Beiträge Band 151). http://doi.org/10.3726/b21450.
Thüne, Eva-Maria / Brizić, Katharina (2022): Voices Heard. Autobiographical Accounts of Language Learning after Forced Migration. In: Language and Education 36: 5, 1–15. http://doi.org/10.1080/09500782.2022.2088239.
Biographische Notiz
Eva-Maria Thüne5 ist Professorin für Deutsche Sprache und Sprachwissenschaft an der Alma Mater Studiorum von Bologna, Italien, und Life Member des Clare Hall College in Cambridge (UK). Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen der Gesprochenen Sprache, der Gesprächsanalyse und der Textlinguistik.
Kontaktanschrift:
Eva-Maria Thüne
Universität Bologna
Dipartimento Lilec
Via Cartoleria, 5
I-40123 Bologna