<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Publishing DTD v1.2 20120330//EN" "http://jats.nlm.nih.gov/publishing/1.2/JATS-journalpublishing1.dtd">
<!--<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="article.xsl"?>-->
<article article-type="research-article" dtd-version="1.2" xml:lang="de" xmlns:mml="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance">
<front>
<journal-meta>
<journal-id journal-id-type="issn">2749-4411</journal-id>
<journal-title-group>
<journal-title>Zeitschrift Korpora Deutsch als Fremdsprache</journal-title>
</journal-title-group>
<issn pub-type="epub">2749-4411</issn>
<publisher>
<publisher-name>Universit&#228;ts- und Landesbibliothek Darmstadt</publisher-name>
</publisher>
</journal-meta>
<article-meta>
<article-id pub-id-type="doi">10.48694/tujournals-XX</article-id>
<article-categories>
<subj-group>
<subject>Article</subject>
</subj-group>
</article-categories>
<title-group>
<article-title>KORPORA GESPROCHENER SPRACHE UND DEUTSCH ALS FREMD- UND ZWEITSPRACHE: EINE CHANCENREICHE BEZIEHUNG</article-title>
</title-group>
<contrib-group>
<contrib contrib-type="author" corresp="yes">
<name>
<surname>Fandrych</surname>
<given-names>Christian</given-names>
</name>
<email>fandrych@uni-leipzig.de</email>
<xref ref-type="aff" rid="aff-1">1</xref>
</contrib>
<contrib contrib-type="author">
<name>
<surname>Mei&#223;ner</surname>
<given-names>Cordula</given-names>
</name>
<email>cordula.meissner@uibk.ac.at</email>
<xref ref-type="aff" rid="aff-2">2</xref>
</contrib>
<contrib contrib-type="author">
<name>
<surname>Wallner</surname>
<given-names>Franziska</given-names>
</name>
<email>f.wallner@uni-leipzig.de</email>
<xref ref-type="aff" rid="aff-1">1</xref>
</contrib>
</contrib-group>
<aff id="aff-1">Universit&#228;t Leipzig</aff>
<aff id="aff-2">Universit&#228;t Innsbruck</aff>
<pub-date publication-format="electronic" date-type="pub" iso-8601-date="2021-12-10">
<day>10</day>
<month>12</month>
<year>2021</year>
</pub-date>
<pub-date pub-type="collection">
<year>2021</year>
</pub-date>
<volume>1</volume>
<issue>2</issue>
<fpage>5</fpage>
<lpage>30</lpage>
<permissions>
<copyright-statement>Copyright: &#x00A9; 2021 The Author(s)</copyright-statement>
<copyright-year>2021</copyright-year>
<license license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
<license-p>CC BY 4.0 International - Creative Commons, Namensnennung. See <uri xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/</uri>.</license-p>
</license>
</permissions>
<self-uri xlink:href="https://kordaf.tujournals.ulb.tu-darmstadt.de/articles/10.48694/tujournals-XX"/>
<abstract>
<p>In diesem Beitrag wird das Potenzial von Korpora der gesprochenen Sprache f&#252;r die DaF/DaZ-Forschung und -Didaktik n&#228;her beschrieben. Besondere Ber&#252;cksichtigung finden dabei die im Projekt <italic>ZuMult</italic> entwickelten Zugangswege zu m&#252;ndlichen Korpora. Es werden drei Perspektiven eingenommen. Zun&#228;chst werden die aktuellen Einsatzm&#246;glichkeiten von Korpora gesprochener Sprache f&#252;r den Unterricht Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache vorgestellt. Im n&#228;chsten Schritt wird gezeigt, inwieweit Korpora als Grundlage f&#252;r die Ermittlung von vermittlungsrelevanten Ph&#228;nomenen in der gesprochenen Sprache genutzt werden k&#246;nnen. Schlie&#223;lich wird auf M&#246;glichkeiten und Grenzen der Analyse (fortgeschrittener) gesprochener Lerner/-innensprache auf der Grundlage von m&#252;ndlichen Korpora eingegangen.</p>
</abstract>
<trans-abstract xml:lang="en">
<p>This article discusses the potential benefits that spoken language corpora provide for research and teaching methodology in the context of German as a Foreign and Second Language (GFL/GSL), with special emphasis on the innovative user functions for such corpora developed by the <italic>ZuMult</italic> project. We focus on three different aspects. First, we outline new approaches and possibilities of implementing spoken language corpora into the GFL/GSL language classroom. Second, we discuss the ways in which spoken language phenomena that are particularly relevant to language teaching can be identified and described using corpora of spoken German. Finally, we discuss some of the benefits and methodological challenges that (advanced) spoken language learning corpora posit for research in the field of GFL/GSL.</p>
</trans-abstract>
<kwd-group>
<kwd>Deutsch als Fremd- und Zweitsprache</kwd>
<kwd>Korpora gesprochener Sprache</kwd>
<kwd>M&#252;ndlichkeitsdidaktik</kwd>
<kwd>Gesprochene-Sprache-Forschung</kwd>
<kwd>Forschungsprojekt ZuMult</kwd>
</kwd-group>
<kwd-group xml:lang="en">
<kwd>German as a Foreign and Second Language</kwd>
<kwd>Spoken language corpora</kwd>
<kwd>teaching spoken language</kwd>
<kwd>spoken language research</kwd>
<kwd>research project ZuMult</kwd>
</kwd-group>
</article-meta>
</front>
<body>
<sec>
<title>Einleitung</title>
<p>Gesprochene Sprache ist aus korpusmethodischer Perspektive ein besonderer Gegenstand, insofern sie nur multimodal analysiert werden kann: Sie tritt auditiv (und meist auch visuell) in Erscheinung, muss jedoch f&#252;r ihre Erforschung durch Transkription ins Medium der Schrift &#252;bertragen werden. Dementsprechend sind Korpora der gesprochenen Sprache an sich multimodal angelegt, indem sie einerseits Audio- und/oder Videoaufnahmen, andererseits deren Transkription umfassen. Durch den notwendigen &#220;bertragungsschritt der Transkription ist der Aufbau m&#252;ndlicher Korpora mit gro&#223;em Aufwand verbunden. Das hat zur Folge, dass sich existierende Korpussammlungen in ihrem Umfang deutlich von schriftsprachlichen Korpora unterscheiden. Die Entwicklung m&#252;ndlicher Korpora hat jedoch, sowohl was den Umfang, als auch was die Aufbereitung betrifft, in den letzten Jahren gro&#223;e Fortschritte gemacht (vgl. z.B. <xref ref-type="bibr" rid="B27">Fandrych / Mei&#223;ner / Wallner 2017</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B62">Schmidt 2018</xref>). Dabei werden mit den aktuell vorliegenden und &#246;ffentlich zug&#228;nglichen m&#252;ndlichen Korpussammlungen viele Facetten der gesprochenen Sprache der Forschung und Lehre zug&#228;nglich gemacht. Unter anderem umfasst dies neben vielf&#228;ltigen Sprechereignissen aus allt&#228;glichen, institutionellen und &#246;ffentlichen Kommunikationssituationen (etwa im Forschungs- und Lehrkorpus Gesprochenes Deutsch (FOLK), vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B37">Kaiser 2018</xref>) auch unterschiedliche regionale Variet&#228;ten sowie verschiedene Professionalisierungsgrade bis hin zu Sprachproduktionen von Sprecher/-innen mit Deutsch als L2 (vgl. hierzu auch die &#252;ber die Datenbank f&#252;r Gesprochenes Deutsch zug&#228;nglichen Korpora<xref ref-type="fn" rid="n1">1</xref>). Dieses breite Spektrum bietet f&#252;r Forschung und universit&#228;re Lehre im Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache ein &#252;beraus vielf&#228;ltiges und vielversprechendes Angebot. Auch aus der Perspektive des praktischen DaF/DaZ-Unterrichts stellt die gesprochene Sprache noch immer einen Gegenstand dar, der intensiv &#8211; und h&#228;ufig kontrovers &#8211; diskutiert wird (vgl. etwa <xref ref-type="bibr" rid="B55">R&#246;sler 2016</xref>). Merkmale der M&#252;ndlichkeit werden dabei h&#228;ufig immer noch anhand einer an Schriftsprache orientierten Normvorstellung betrachtet. In Lehrmaterialien werden diese Merkmale bislang kaum systematisch thematisiert, Beispiele f&#252;r authentisches sprachliches Handeln fehlen oft (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B32">G&#252;nthner / Wegner / Weidner 2013</xref>). Dies wurde in der Fachdiskussion zwar bereits aufgegriffen und es wurden erste Vorschl&#228;ge f&#252;r die Einbeziehung authentischer Sprachbeispiele auch anhand der Didaktisierung von Transkriptausschnitten erarbeitet (vgl. z.B. <xref ref-type="bibr" rid="B50">Moraldo / Missaglia 2013</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B36">Imo / Weidner 2018</xref>). Allerdings sind Fragen wie die Auswahl der zu behandelnden Ph&#228;nomene, die damit verbundenen Lernziele f&#252;r bestimmte Niveaustufen und Zielgruppen und die konkrete Einbindung in den Unterricht immer noch nicht hinreichend gekl&#228;rt worden; daneben fehlt es an geeigneten Sprachbeispielen, die eine solche Einbindung erst erm&#246;glichen w&#252;rden.</p>
<p>Auch die direkte Nutzung der wachsenden m&#252;ndlichen Korpora f&#252;r die Entwicklung von Lehr- und Lernmaterialien, Curricula und f&#252;r den Unterricht selbst wurde bisher kaum verfolgt. Ein wichtiger Grund daf&#252;r d&#252;rfte darin liegen, dass die Zugriffswege auf die Korpusdaten nicht auf die Nutzungsbed&#252;rfnisse der Fremdsprachendidaktik ausgerichtet sind. Mit dem Projekt <italic>ZuMult</italic> (Zug&#228;nge zu multimodalen Korpora gesprochener Sprache)<xref ref-type="fn" rid="n2">2</xref> wurden nun f&#252;r diese Zielgruppe spezielle Zug&#228;nge zu m&#252;ndlichen Korpora geschaffen, durch die gezielt nach verschiedenen didaktisch relevanten Aspekten gesprochener Sprache in den Korpora gesucht werden kann. So kann das didaktische Potenzial m&#252;ndlicher Korpora genutzt werden, n&#228;mlich eine situations- und adressatenangemessene Auseinandersetzung mit m&#252;ndlicher Kommunikation zu erm&#246;glichen sowie m&#252;ndlichkeitsspezifische sprachliche Ph&#228;nomene zu fokussieren. Dies wird, und das ist die Besonderheit, nicht nur f&#252;r einzelne vorausgew&#228;hlte Transkripte angeboten, sondern f&#252;r gesamte Korpora und damit f&#252;r ein weites Spektrum an vielf&#228;ltigen und nach individuellen Bed&#252;rfnissen selektierbaren Sprechereignissen. Realisiert wird es dadurch, dass f&#252;r die Entwicklung der <italic>ZuMult</italic>-Zug&#228;nge Verfahren der automatischen Analyse von Sprachdaten genutzt wurden, welche auf neu hinzukommende Korpusdaten unmittelbar angewendet werden k&#246;nnen. Es ist somit eine generisch applizierbare Form der Vorstrukturierung von Korpusdaten geschaffen, die zugleich demonstriert, wie korpus- und computerlinguistische Verfahren eingesetzt werden k&#246;nnen, um die direkte Arbeit mit m&#252;ndlichen Korpora f&#252;r die Fremdsprachendidaktik zu verbessern. Daneben wurde im Projekt <italic>ZuMult</italic> auch ein Zugangsweg geschaffen, der es gestattet, Korpora gesprochener Sprache mit Hilfe einer speziell f&#252;r die Korpusrecherche entwickelten Suchanfragesprache zu analysieren. Diese erm&#246;glicht es, komplexe und f&#252;r die DaF/DaZ-Didaktik hochrelevante Suchanfragen zu stellen und macht damit auch unter anderem neue oder bisher nicht zug&#228;ngliche Annotationen wie z.B. Code-Switching und Metakommentierungen des Korpus &#8222;Gesprochene Wissenschaftssprache kontrastiv&#8220; (GWSS) zug&#228;nglich.</p>
<p>Anliegen des vorliegenden Beitrags ist es, das Potenzial f&#252;r die DaF/DaZ-Didaktik n&#228;her zu beschreiben, welches sich aus diesen neuen Nutzungsm&#246;glichkeiten und Zugangswegen zu m&#252;ndlichen Korpora ergibt. Hierzu werden drei Perspektiven eingenommen. Zun&#228;chst werden die aktuellen Einsatzm&#246;glichkeiten von Korpora gesprochener Sprache f&#252;r den Unterricht Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache vorgestellt. Dabei stehen insbesondere die im Projekt <italic>ZuMult</italic> entwickelten Werkzeuge ZuMal (Zugang zu Merkmalsauswahl von Gespr&#228;chen) und ZuViel (Zugang zu Visualisierungselementen f&#252;r Transkripte) im Fokus (1). Im n&#228;chsten Schritt wird darauf eingegangen, inwieweit Korpora als Grundlage f&#252;r die Ermittlung von vermittlungsrelevanten Ph&#228;nomenen in der gesprochenen Sprache genutzt werden k&#246;nnen (2). Exemplarisch wird dies demonstriert anhand ausgew&#228;hlter Ergebnisse aus einer Studie zu Klitisierungen, die mit Hilfe des in <italic>ZuMult</italic> entwickelten Werkzeugs ZuRecht (Zugang zur Recherche in Transkripten) umgesetzt wurde (2.1). Zudem wird ein Ansatz vorgestellt, wie die typische Realisierung sprachlicher Handlungen korpusbasiert ermittelt werden kann (2.2). Schlie&#223;lich wird auf M&#246;glichkeiten (und Grenzen) der Analyse gesprochener Lerner/-innensprache auf der Grundlage von Korpora eingegangen (3).</p>
</sec>
<sec>
<title>1. Nutzung von m&#252;ndlichen Korpora f&#252;r den Unterricht</title>
<p>Es werden zun&#228;chst aktuelle Einsatzm&#246;glichkeiten verf&#252;gbarer m&#252;ndlicher Korpora<xref ref-type="fn" rid="n3">3</xref> f&#252;r den Unterricht beschrieben. Daran ankn&#252;pfend werden die Erweiterungen der Zugriffsm&#246;glichkeiten durch die in <italic>ZuMult</italic> entwickelten Zug&#228;nge ZuMal und ZuViel vorgestellt. Schlie&#223;lich wird auf die mit der Nutzung m&#252;ndlicher Korpora und der Anwendung der Zug&#228;nge verbundenen Anforderungen an eine Corpus Literacy seitens der Lehrpersonen eingegangen.</p>
<sec>
<title>1.1 Einsatzm&#246;glichkeiten m&#252;ndlicher Korpora f&#252;r die Fremdsprachenvermittlung</title>
<p>&#220;ber die Datenbank f&#252;r Gesprochenes Deutsch (DGD)<xref ref-type="fn" rid="n4">4</xref> am Leibniz-Institut f&#252;r Deutsche Sprache in Mannheim sind verschiedene Korpora m&#252;ndlicher Interaktionen zug&#228;nglich, die f&#252;r den Deutsch als Fremd- und Zweitsprache-Unterricht interessante Quellen bilden. F&#252;r den DaF/DaZ-Kontext sind insbesondere zwei Korpora von besonderem Interesse: Zum einen das Forschungs- und Lehrkorpus gesprochenes Deutsch (FOLK) (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B13">Deppermann / Hartung 2012</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B61">Schmidt 2014</xref>), welches ein weites Spektrum von Gespr&#228;chen aus unterschiedlichen privaten, institutionellen und &#246;ffentlichen Kontexten abdeckt und aktuell 374 Sprechereignisse mit &#252;ber 1.200 Sprecher/-innen in 314 Aufnahmestunden umfasst<xref ref-type="fn" rid="n5">5</xref>. Zum anderen bietet das GWSS-Korpus dom&#228;nenspezifische Daten aus dem Bereich der Wissenschaftskommunikation. In der aktuell &#252;ber die DGD zug&#228;nglichen Version umfasst dies Pr&#252;fungsgespr&#228;che, studentische Vortr&#228;ge und Expertenvortr&#228;ge im Deutschen als L1 und L2 mit insgesamt 257 Sprechereignissen, 480 Sprecher/-innen in 92 Aufnahmestunden (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B26">Fandrych / Mei&#223;ner / Slavcheva 2014</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B27">Fandrych / Mei&#223;ner / Wallner 2017</xref>). Die Korpora beinhalten die Audioaufnahmen der Gespr&#228;che und z.T. auch Videoaufnahmen, daneben umfangreiche Metadaten zu den Sprechereignissen und den beteiligten Sprecher/-innen. Die Audiodaten sind transkribiert und liegen in der DGD in den auf dem GAT2-Minimaltranskript (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B65">Selting et al. 2009</xref>) basierenden cGAT-Konventionen vor. Dies umfasst eine aussprachenahe Verschriftung, die alle Abweichungen von der Standardlautung notiert, u.a. Klitisierungen (z.B. <italic>gehste</italic> [<italic>gehst du</italic>]), regionale Einfl&#252;sse (z.B. <italic>net</italic> [<italic>nicht</italic>]) oder umgangssprachliche Schnellsprechformen (z.B. <italic>ham</italic> [<italic>haben</italic>]). Die aussprachenahe Transkription macht somit Merkmale der M&#252;ndlichkeit im Medium der Schrift sichtbar und versucht auf diese Weise authentisches sprachliches Handeln rekonstruierbar zu machen. Dar&#252;ber hinaus sind f&#252;r die Transkripte der Korpora FOLK und GWSS in der DGD Aufbereitungsebenen verf&#252;gbar, die ihre orthographische Normalisierung, ihre Lemmatisierung und ihre Wortartenannotation betreffen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B73">Westpfahl et al. 2017</xref>). Diese Aufbereitung erlaubt verschiedene Formen des Zugriffs und der Nutzung. So k&#246;nnen die Sprechereignisse einerseits anhand der Metadaten ausgew&#228;hlt und als Volltranskript aussprachenah oder normalisiert betrachtet werden. Andererseits ist es m&#246;glich, gezielt sprachliche Ph&#228;nomene abzufragen. Durch die Suche auf der Ebene der orthographisch normalisierten Form oder der Lemmaform k&#246;nnen alle Varianten ihrer m&#252;ndlichen Realisierungen abgerufen werden.</p>
<p>F&#252;r den DaF-/DaZ-Unterricht bieten die Korpusdaten Anwendungsm&#246;glichkeiten f&#252;r die Reflexion und Vermittlung von gesprochener Sprache auf allen Ebenen: gespr&#228;chsstrukturell, interaktional/handlungsbezogen wie auch grammatisch-lexikalisch. So kann etwa die Struktur von kommunikativen Ereignissen anhand von Volltranskripten oder ausgew&#228;hlten Ausschnitten erarbeitet werden, wie dies Bies (<xref ref-type="bibr" rid="B9">2020</xref>) am Beispiel des WG-Castings zeigt. Daneben lassen sich Handlungssequenzen fokussieren. Kaiser / Schedl (<xref ref-type="bibr" rid="B38">2021</xref>) stellen Ergebnisse eines Projekts vor, in dem anhand ausgew&#228;hlter Sprechereignisse aus dem FOLK-Korpus f&#252;r die Handlungsbereiche (Nach-)Fragen, Vorschl&#228;ge/Angebote und Ratschl&#228;ge auf Modalverben basierende sprachliche Formate (z.B. <italic>Kann ich X</italic>?) in ihrer sequentiellen Verwendung im Gespr&#228;ch ermittelt und annotiert wurden, um so f&#252;r die Verwendung im DaF-Unterricht eine Beispielsammlung authentischen Sprachhandelns bereitzustellen. F&#252;r die Thematisierung der sprachlichen Handlungen des Metakommentierens und Verweisens bzw. Zitierens in der m&#252;ndlichen Wissenschaftskommunikation bieten die f&#252;r das GWSS-Korpus vorliegenden Annotationen eine gute Materialbasis (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B24">Fandrych / Mei&#223;ner / Wallner 2018</xref>). F&#252;r die Vermittlung von Spezifika der gesprochenen Sprache auf lexikogrammatischer Ebene er&#246;ffnen die Ergebnisse des Projekts &#8222;Lexik des gesprochenen Deutsch&#8220; (LeGeDe) wertvolle Ansatzpunkte. Hier wurde ein Prototyp f&#252;r die lexikographische Aufarbeitung der Lexik des gesprochenen Deutsch vorgelegt, in dem sprachliche Einheiten basierend auf Daten des FOLK-Korpus auch in ihrer interaktionalen Einbettung und Funktion erl&#228;utert werden (z.B. <italic>guck mal</italic> in der Funktion des Diskursmarkers, vgl. u.a. <xref ref-type="bibr" rid="B49">Meliss 2021</xref>)<xref ref-type="fn" rid="n6">6</xref>.</p>
<p>Korpora gesprochener Sprache bieten zudem speziell f&#252;r die H&#246;rverstehensdidaktik Optionen zur Gestaltung von &#220;bungen. Lernende sind beim H&#246;rverstehen mit besonderen Anforderungen konfrontiert, da sie aus dem fl&#252;chtigen Lautstrom, in dem Einheiten zusammenh&#228;ngend und in variabler Realisierungsform sowie im Hinblick auf die potenziell erkennbaren sprachlichen Einheiten mehrdeutig erscheinen, eine sprachliche Botschaft dekodieren m&#252;ssen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B14">Dietz 2017</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="B15">2021a</xref>). Diese Herausforderung wird in der H&#246;rverstehensdidaktik durch die Arbeit mit Mikroh&#246;raufgaben aufgegriffen, die auf eine Ausbildung der Dekodierf&#228;higkeit abzielen. Korpora gesprochener Sprache halten mit ihren Daten aus verschiedenen Dom&#228;nen und einer Vielfalt an soziodemographischen und regionalen Sprechereigenschaften eine reichhaltige Basis bereit, um solche Mikroh&#246;r&#252;bungen zu gestalten. So k&#246;nnen etwa &#252;ber die Suche nach einer normalisierten Form (z.B. <italic>haben</italic>) Belege und H&#246;rproben f&#252;r diverse Realisierungen (z.B. in FOLK <italic>ham, ha, h&#228;n, haww, han, hewwe, habn</italic> u.a.) abgerufen und hieraus &#220;bungen erstellt werden (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B16">Dietz 2021b</xref>).</p>
<p>Daten aus m&#252;ndlichen Korpora eigenen sich zudem zur F&#246;rderung einer auf Spezifika des gesprochenen Mediums gerichteten Sprachbewusstheit. Anhand von Beispielen authentischer Sprachverwendung k&#246;nnen Merkmale eines m&#252;ndlichen Gebrauchsstandards in Aussprache oder grammatischer Struktur (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B64">Schneider 2020</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B42">Lanwer / Schopf 2021</xref>) bewusst gemacht werden.</p>
<p>Die genannten Anwendungen setzten jedoch bislang eine Vertrautheit mit korpuslinguistischen Analysemethoden voraus, vor allem auch deshalb, weil die vorhandenen Zugriffsm&#246;glichkeiten auf die m&#252;ndlichen Korpusdaten an den Kompetenzen und Interessen von sprachwissenschaftlich forschenden Nutzer/-innen ausgerichtet waren. Die spezieller aus fremdsprachendidaktischer Perspektive sinnvollen und notwendigen Abfrage- und Zugriffsm&#246;glichkeiten waren bisher nicht ber&#252;cksichtigt worden; hierzu geh&#246;ren etwa ganz grundlegend die Einstufung von Beispielen nach sprachlicher Schwierigkeit (z.B. bezogen auf den Wortschatz einer bestimmten Niveaustufe) oder nach Verst&#228;ndlichkeitsfaktoren (wie Sprechgeschwindigkeit oder die N&#228;he bzw. Ferne zu einem an der Schriftsprache orientierten Standard). Dieser Bedarf wurde im Projekt <italic>ZuMult</italic> aufgegriffen.</p>
</sec>
<sec>
<title>1.2 Zug&#228;nge zu m&#252;ndlichen Korpora mit <italic>ZuMult</italic></title>
<p>Mit dem Projekt <italic>ZuMult</italic> sollten neue und v.a. auf die spezifische Nutzergruppe der Fremdsprachendidaktiker/-innen zugeschnittene M&#246;glichkeiten des Korpuszugriffs entwickelt werden. Eine Nutzungsstudie (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B25">Fandrych et al. 2016</xref>) ergab, dass viele interessierte Nutzer/-innen einerseits &#252;ber geringe spezialisierte korpuslinguistische (Recherche-)Kenntnisse verf&#252;gen und so vielf&#228;ltige vorhandene Werkzeuge nicht nutzen. Andererseits wurden Nutzungsw&#252;nsche ge&#228;u&#223;ert, die bisher so als Recherchem&#246;glichkeit nicht umsetzbar waren. Durch das Projekt <italic>ZuMult</italic> sollten daher Zug&#228;nge, Recherche- und Anwendungsm&#246;glichkeiten geschaffen werden, die in der Fremd-sprachendidaktik, aber auch in verschiedenen weiteren Anwendungsfeldern von besonderem Interesse sind. Diese Zug&#228;nge sollten prinzipiell in den Korpusdaten schon vorhandene oder ermittelbare Informationen aufgreifen, um so auf Korpuserweiterungen &#252;bertragbar zu sein. Solche Informationen betreffen etwa die Metadaten zu Gespr&#228;chsart, Themen, Dauer, Region der Aufnahme und Herkunft der Sprecher/-innen. Daneben sollte der f&#252;r die Fremdsprachendidaktik zentrale Faktor der sprachlich-kommunikativen Schwierigkeit dargestellt werden. F&#252;r dessen Operationalisierung wurden in den Korpusdaten enthaltene Merkmale identifiziert, die durch automatisierte Verfahren zug&#228;nglich gemacht werden k&#246;nnen<xref ref-type="fn" rid="n7">7</xref>. Zu den Verfahren z&#228;hlt der Abgleich der Transkripte mit Wortschatzlisten verschiedener Niveaustufen bzw. Frequenzlisten. Au&#223;erdem geh&#246;rt dazu die Ermittlung</p>
<list list-type="simple">
<list-item><p>(1) des Anteils orthografisch normalisierter Einheiten im Transkript (Normalisierungsrate),</p></list-item>
<list-item><p>(2) der Anzahl artikulierter (d.h. transkribierter) Silben pro Sekunde (Sprechgeschwindigkeit)<xref ref-type="fn" rid="n8">8</xref>,</p></list-item>
<list-item><p>(3) des Anteils l&#228;ngerer &#252;berlappend gesprochener Passagen sowie</p></list-item>
<list-item><p>(4) des Anteils bestimmter f&#252;r das M&#252;ndliche typischer Ph&#228;nomene (wie Modalpartikeln, Diskursmarker, Klitisierungen u.a.).</p></list-item>
</list>
<p>Ausgehend von diesen Parametern wurden Zug&#228;nge f&#252;r die Auswahl von Sprechereignissen (ZuMal) und die Unterst&#252;tzung der didaktischen Arbeit mit einem ausgew&#228;hlten Gespr&#228;ch (ZuViel) entwickelt<xref ref-type="fn" rid="n9">9</xref>.</p>
<p>ZuMal (Zugang zu Merkmalsauswahl von Gespr&#228;chen) kann f&#252;r die Korpora FOLK und GWSS angewendet werden und erm&#246;glicht eine Vorauswahl an Sprechereignissen, bei der die Metadaten mit den Einstellungen f&#252;r schwierigkeitsbezogene Parameter kombiniert werden k&#246;nnen. Zu den Metadaten geh&#246;ren insbesondere die folgenden Kategorien: Gespr&#228;chstyp (privat, institutionell, &#246;ffentlich), Art des Gespr&#228;chs (bspw. Telefongespr&#228;ch, Gespr&#228;ch beim Arbeitsamt, Tischgespr&#228;ch), Gespr&#228;chsthemen, Sprachregion und Dauer des Gespr&#228;chs. Die schwierigkeitsbezogenen Parameter umfassen Niveaustufe / Wortschatz, Standardn&#228;he, Sprechgeschwindigkeit, &#220;berlappungen sowie H&#228;ufigkeit m&#252;ndlicher Ph&#228;nomene. Es kann also bspw. nach Telefongespr&#228;chen von maximal halbst&#252;ndiger Dauer, einer hohen Deckung durch B1-Wortschatz und geringer Normalisierungsrate gesucht werden (f&#252;r konkretere Anwendungsszenarios vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B48">Mei&#223;ner / Wallner im E.</xref> sowie <xref ref-type="bibr" rid="B23">Fandrych / Schwendemann / Wallner 2021</xref>).</p>
<p>Mit Hilfe des Zugangs ZuViel (Zugang zu Visualisierungselementen f&#252;r Transkripte) kann die Arbeit mit einem Transkript f&#252;r Unterrichtszwecke oder auch qualitative Analysen unterst&#252;tzt werden. Hat man in ZuMal ein bestimmtes Sprechereignis ausgew&#228;hlt, kann man es in ZuViel &#246;ffnen, um damit weiter zu arbeiten<xref ref-type="fn" rid="n10">10</xref>. Im Interface wird das Transkript in Listennotation angezeigt. Es ist verkn&#252;pft mit einem Audio- oder Videoplayer (mit einblendbaren Untertiteln), anhand dessen in der Aufnahme navigiert werden kann. Eine Lemmaliste f&#252;hrt alle im Transkript vorkommenden Einheiten mit ihren Frequenzen auf und kann mit Referenzwortlisten abgeglichen werden. F&#252;r die Transkriptansicht sind verschiedene Markierungen einstellbar (etwa die Deckung durch eine Wortschatzliste oder die vom schriftlichen Standard abweichend realisierten Einheiten). So kann etwa unbekannter Wortschatz visuell wahrnehmbar gemacht und direkt thematisiert werden (f&#252;r eine Visualisierung vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B23">Fandrych / Schwendemann / Wallner 2021</xref>). Unterst&#252;tzt wird dies weiterhin durch die Option, entsprechende Wortlisten (z.B. nicht-gedeckter Wortschatz, von der Standardlautung abweichende Einheiten mit normalisierter und Lemmaform) herunterladen und so f&#252;r die Vorentlastung nutzen zu k&#246;nnen. Auch der Download ausgew&#228;hlter Gespr&#228;chssequenzen ist m&#246;glich. Es kann zudem zwischen aussprachenaher und orthographisch normalisierter Transkriptansicht gewechselt sowie die Abspielgeschwindigkeit des Audios variiert werden. Dadurch wird eine binnendifferenzierende Arbeit mit dem Transkript m&#246;glich. So kann f&#252;r den Einstieg die inhaltliche Erschlie&#223;ung anhand der orthographisch normalisierten Fassung erfolgen und anschlie&#223;end anhand der aussprachenahen Transkription mit Hilfe der Hervorhebung der abweichend realisierten Einheiten gezielt auf Merkmale der M&#252;ndlichkeit eingegangen werden. Durch eine kompakte &#220;bersicht &#252;ber die zeitliche Anordnung der Gespr&#228;chsbeitr&#228;ge der verschiedenen Sprecher/-innen (Transkript-Navigator) k&#246;nnen Passagen mit verst&#228;rkter Interaktivit&#228;t auf einen Blick identifiziert werden (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B22">Fandrych / Wallner im E.</xref>).</p>
</sec>
<sec>
<title>1.3 Nutzung von m&#252;ndlichen Korpora und Anforderungen an eine Corpus Literacy</title>
<p>Korpora gesprochener Sprache bieten vielf&#228;ltige Einsatzm&#246;glichkeiten f&#252;r den Unterricht und er&#246;ffnen &#252;ber die in <italic>ZuMult</italic> entwickelten Zugriffsm&#246;glichkeiten f&#252;r die Fremdsprachendidaktik spezifische Anwendungsoptionen. Nutzer/-innen f&#252;r diese Ressourcen w&#228;ren damit zun&#228;chst Lehrpersonen, welche dann wiederum Lernende mit den Anwendungsm&#246;glichkeiten vertraut machen und so deren selbst&#228;ndige, individuellen Interessen folgende Nutzung der Angebote erm&#246;glichen k&#246;nnen (vgl. zu den Potenzialen der <italic>ZuMult</italic>-Zug&#228;nge f&#252;r das autonome Lernen <xref ref-type="bibr" rid="B48">Mei&#223;ner / Wallner im E.</xref>). Damit Lehrpersonen diese Vermittlungsaufgabe &#252;bernehmen k&#246;nnen, sollten sie in ihrer Ausbildung Gelegenheit haben, Kompetenzen der Corpus Literacy zu erwerben, d.h. Kenntnisse &#252;ber vorhandene Korpora, Konzepte der Korpuslinguistik (wie Metadaten, Lemmatisierung, Wortartenannotation) und Methoden der Korpusnutzung, aber auch die F&#228;higkeit, die Art der Daten und die Aussagekraft der Abfrageresultate bewerten zu k&#246;nnen (etwa die Formbezogenheit der Verarbeitung, die unterschiedliche Lesarten unber&#252;cksichtigt l&#228;sst; vgl. z.B. <xref ref-type="bibr" rid="B5">Bei&#223;wenger / Storrer 2011</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B11">Callies 2019</xref>). In Bezug auf Korpora gesprochener Sprache sind diese Kenntnisse zu erweitern um Aspekte der Spezifik m&#252;ndlicher Kommunikation und ihrer &#220;berf&#252;hrung in Schrift mittels Transkription (Konventionen, Umfang der erfassten Ph&#228;nomene der Sprechsituation), die Konzepte der orthographischen Normalisierung und der Annotation spezifisch m&#252;ndlicher Wortarten (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B73">Westpfahl et al. 2017</xref>) sowie den Aspekt der Qualit&#228;t der automatisch durchgef&#252;hrten Aufbereitungsschritte f&#252;r unterschiedliche m&#252;ndliche Daten<xref ref-type="fn" rid="n11">11</xref>. Diese Kenntnisse bilden eine Voraussetzung auch f&#252;r die Interpretation einiger der in ZuMal angebotenen schwierigkeitsbezogenen Auswahlparameter (z.B. zum formbezogenen Abgleich von Transkripten und Wortschatzlisten oder der Ermittlung der Normalisierungsrate). Schlie&#223;lich stellt auch die F&#228;higkeit, die Korpusressourcen f&#252;r den Unterricht nutzen zu k&#246;nnen, einen Aspekt der Corpus Literacy f&#252;r Lehrpersonen dar. Hierzu z&#228;hlt zum einen die eigene Verwendung der Korpusressourcen zur Aufgaben- und Materialerstellung, zum anderen die Vermittlung von Korpusnutzungskompetenzen als Hilfsmittel f&#252;r Lernende. So sollten Lernende in die Lage versetzt werden, sich bestimmte Ph&#228;nomene m&#252;ndlicher Kommunikation selbstst&#228;ndig erschlie&#223;en zu k&#246;nnen (etwa durch lexikographische Ressourcen wie LeGeDe sowie Korpora als Quelle f&#252;r weitere Beispiele, aus denen die Bedeutung und Funktion einer Struktur erschlossen werden kann), Korpusressourcen f&#252;r die Gestaltung der eigenen m&#252;ndlichen Produktion hinzuziehen zu k&#246;nnen (etwa um Einleitungssequenzen f&#252;r Vortr&#228;ge zu formulieren) oder die Unterschiede des m&#252;ndlichen Sprachgebrauchs in verschiedenen privaten, institutionellen oder &#246;ffentlichen Kontexten zu reflektieren. Die Nutzung von Korpora eignet sich hierbei insbesondere f&#252;r den sprachdidaktischen Ansatz des datengeleiteten Lernens, bei dem sich Lernende selbstst&#228;ndig mit authentischen Daten der Sprachverwendung auseinandersetzen, auf dieser Grundlage Gebrauchscharakteristika ableiten und somit eine aktive Rolle bei der Wissenskonstruktion einnehmen (vgl. u.a. <xref ref-type="bibr" rid="B54">R&#246;mer 2011</xref>). Dabei kann sich die Auswahl der Sprachdaten an individuellen Interessen und Bed&#252;rfnissen orientieren. Korpora wie FOLK oder GWSS bieten hierf&#252;r ein weites Spektrum des Sprachgebrauchs aus unterschiedlichen Dom&#228;nen.</p>
</sec>
</sec>
<sec>
<title>2. Erforschung der m&#252;ndlichen Kommunikation zur Bestimmung relevanter Vermittlungsgegenst&#228;nde</title>
<p>Korpora der gesprochenen Sprachen sind nicht nur eine Ressource f&#252;r authentische Sprachdaten, die im Unterricht genutzt werden, sondern bilden auch eine gute Grundlage f&#252;r die Erforschung der m&#252;ndlichen Kommunikation. Mit der zunehmenden Verf&#252;gbarbarkeit m&#252;ndlicher Korpora ist auch eine wachsende Anzahl an Forschungsarbeiten, die sich korpusbasiert mit den Charakteristika der gesprochenen Sprache befassen, zu beobachten. Im Fokus stehen dabei zum einen Ph&#228;nomene auf der Einzelwortebene &#8211; so u.a. der Gebrauch von Konnektoren (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B66">Slavcheva 2018</xref>), von Diskursmarkern (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B67">Slavcheva / Mei&#223;ner 2014</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B71">Wallner 2017</xref>), von Verschmelzungen (etwa von Pr&#228;position und Artikel, vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B44">Lenort / Pohle / Sakhno im E.</xref>), von Modalpartikeln (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B34">Gutzmann / Turgay 2016</xref>) oder auch von sprachlichen Realisierungen eines einzelnen Lemmas (wie bspw. <italic>haben</italic> bei <xref ref-type="bibr" rid="B42">Lanwer / Schopf 2021</xref>). Zum anderen werden aber auch &#252;ber die Einzelwortebene hinausgehende Ph&#228;nomene und Fragestellungen auf der Grundlage m&#252;ndlicher Korpora untersucht &#8211; so etwa syntaktische Aspekte wie die Verbspitzenstellung und Apokoinu-Strukturen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B63">Schneider / Butterworth / Hahn 2018</xref>) oder auch die Realisierung sprachlicher Handlungen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B45">Mei&#223;ner 2016</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="B46">2017</xref>). Aus sprachdidaktischer Perspektive sind diese Arbeiten von besonderem Interesse, da auf ihrer Grundlage diejenigen gesprochensprachlichen Ph&#228;nomene identifiziert werden k&#246;nnen, die Gegenstand der Vermittlung im DaF- und DaZ-Unterricht sein sollten. Neben der Bestimmung relevanter Vermittlungsgegenst&#228;nde k&#246;nnen korpusbasierte Forschungsarbeiten auch verl&#228;ssliche Erkenntnisse im Hinblick auf Vorkommensh&#228;ufigkeit und Verbreitung sowie bez&#252;glich der sprachlichen Eigenschaften und Gebrauchsbesonderheiten von gesprochensprachlichen Ph&#228;nomenen liefern. Die DaF/DaZ-Didaktik kann davon enorm profitieren, da sich anhand dieser Untersuchungen die Auswahl und Gewichtung von Vermittlungsgegenst&#228;nden sowie Informationen zur sprachlichen Ausgestaltung und Kontextbedingungen ableiten lassen. Dies soll im Folgenden anhand ausgew&#228;hlter Ergebnisse von zwei Studien genauer erl&#228;utert werden. Dabei geht es zun&#228;chst um Klitisierungen in der m&#252;ndlichen Kommunikation, die auf der Grundlage des FOLK-Korpus mit Hilfe des in <italic>ZuMult</italic> entwickelten Werkzeugs ZuRecht analysiert wurden. Dieses als Erg&#228;nzung zur Datenbank f&#252;r Gesprochenes Deutsch (DGD) entwickelte Werkzeug erm&#246;glicht es, umfassende quantitative Informationen zum Gebrauch und zur konkreten sprachlichen Realisierung von Klitisierungen f&#252;r ein gesamtes Korpus zu erheben und unter Ber&#252;cksichtigung sprachdidaktischer Informationsbed&#252;rfnisse systematisch auszuwerten. Daran anschlie&#223;end stehen M&#246;glichkeiten zur korpusbasierten Beschreibung der typischen Realisierung sprachlicher Handlungen im Fokus. Am Beispiel von Metakommentierungen wird gezeigt, wie sich Spezifik und Musterhaftigkeit im Gebrauch anhand m&#252;ndlicher Korpora empirisch bestimmen lassen.</p>
<sec>
<title>2.1 Klitisierungen in der m&#252;ndlichen Kommunikation</title>
<p>Unter Klitisierungen werden gemeinhin Verschmelzungen von lexikalischen Einheiten verstanden. Dazu z&#228;hlen sowohl grammatikalisierte Einheiten wie etwa <italic>zum</italic> [<italic>zu</italic> + <italic>dem</italic>] oder <italic>ins</italic> [<italic>in</italic> + <italic>das</italic>], die in komplement&#228;rer Distribution zu den entsprechenden Vollformen stehen, als auch Verschmelzungen wie <italic>kannste</italic> [<italic>kannst</italic> + <italic>du</italic>] oder <italic>inner</italic> [<italic>in</italic> + <italic>der</italic>], die als (noch) nicht vollst&#228;ndig lexikalisiert gelten und als Besonderheit der m&#252;ndlichen Kommunikation beschrieben werden (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B17">Duden Grammatik 2009: 1213-1214</xref>). Obwohl die als (noch) nicht lexikalisiert eingestuften Klitisierungen vielerorts als typisches Charakteristikum der gesprochenen Sprache erw&#228;hnt werden, existieren nur wenige Arbeiten, die sich auf der Grundlage m&#252;ndlicher Korpora mit diesem Ph&#228;nomen befassen. Ausnahmen bilden hier etwa die Arbeiten von Lanwer (<xref ref-type="bibr" rid="B40">2015</xref>), Augustin (<xref ref-type="bibr" rid="B3">2018</xref>) und Lenort / Pohle / Sakhno (<xref ref-type="bibr" rid="B44">im E.</xref>). Im Fokus stand dabei bislang stets nur ein Teilbereich der Klitisierungen, wie etwa die Verschmelzung von Pr&#228;position + Artikel. Aus DaF/DaZ-didaktischer Perspektive ist jedoch auch ein Gesamt&#252;berblick &#252;ber das Verschmelzungsverhalten sprachlicher Einheiten in der gesprochenen Sprache von Interesse<xref ref-type="fn" rid="n12">12</xref>. Das FOLK-Korpus bietet hierf&#252;r eine geeignete Grundlage, da es eine gro&#223;e Vielfalt unterschiedlicher Sprechereignisse aus dem privaten, institutionellen und dem &#246;ffentlichen Bereich umfasst<xref ref-type="fn" rid="n13">13</xref>. Zudem wird durch die Bereitstellung sowohl aussprachenaher Transkriptionen als auch der orthografisch normalisierten Fassungen eine empirische Ermittlung aller Vorkommen von Klitisierungen im Korpus erm&#246;glicht.</p>
<p>Erste Analysen haben dabei gezeigt, dass Klitisierungen in fast allen der aktuell verf&#252;gbaren 374 Sprechereignisse vorkommen. Ausnahmen bilden lediglich vier &#252;berwiegend kurze institutionelle Sprechereignisse<xref ref-type="fn" rid="n14">14</xref>. Im Durchschnitt sind 1,74 % der Token eines Sprechereignisses von Klitisierung betroffen. Die Standardabweichung ist allerdings mit SD=0,99 % recht hoch. Beim Vergleich der Interaktionsdom&#228;nen f&#228;llt auf, dass in den &#246;ffentlichen Sprechereignissen (n=16) der Anteil der Klitisierungen mit durchschnittlich 0,56 % (SD=0,33 %, Median (Mdn)=0,49 %) deutlich geringer ausf&#228;llt als in den privaten Sprechereignissen (n=140) mit 1,76 % (SD=0,85 %, Mdn=1,61 %), in den institutionellen Sprechereignissen (n=167) mit 1,79 % (SD=1,04 %, Mdn=1,60 %) und in den unter &#8218;sonstige&#8216; gefassten Sprechereignissen (n=51) mit 1,91 % (SD=1,10 %, Mdn=1,67 %). Ein Kruskal-Wallis-Test<xref ref-type="fn" rid="n15">15</xref> ergibt signifikante Unterschiede zwischen den Interaktionsdom&#228;nen (<italic>H</italic>(3)=31,908; <italic>p</italic>&lt;0,001). Die paarweisen Vergleiche der Interaktionsdom&#228;nen (Dunn-Bonferroni-Test) mit angepassten <italic>p</italic>-Werten (Bonferroni-Korrektur) haben gezeigt, dass sich die &#246;ffentlichen Sprechereignisse hinsichtlich des Anteils an Klitisierungen von allen anderen Interaktionsdom&#228;nen signifikant mit ann&#228;hernd mittleren Effektst&#228;rken unterscheiden (&#246;ffentlich vs. institutionell: z=5,399; <italic>p</italic>&lt;0,001; r=0,28; &#246;ffentlich vs. privat: z=5,429; <italic>p</italic>&lt;0,001; <italic>r</italic>=0,28; &#246;ffentlich vs. sonstige: z=5,275; <italic>p</italic>&lt;0,001; r=0,27)<xref ref-type="fn" rid="n16">16</xref>. Zwischen den Interaktionsdom&#228;nen institutionell, privat und sonstige ergeben sich keine signifikanten Unterschiede. <xref ref-type="fig" rid="F1">Abbildung 1</xref> visualisiert die jeweilige Anzahl an Klitisierungen auf 100 Token in den institutionellen, privaten, &#246;ffentlichen und sonstigen Sprechereignissen im FOLK. Anhand des Boxplots wird die Streuung der Daten deutlich. Demnach gibt es unter den institutionellen, privaten und sonstigen Sprechereignissen sowohl solche mit nur wenigen Klitisierungen pro 100 Token als auch solche, die &#252;ber f&#252;nf Klitisierungen pro 100 Token aufweisen<xref ref-type="fn" rid="n17">17</xref>. Die Boxen, welche jeweils 50 % der Sprechereignisse abbilden, verdeutlichen jedoch, dass die Sprechereignisse in diesen drei Dom&#228;nen hinsichtlich ihrer Anzahl an Klitisierungen pro 100 Token vergleichbar sind. Auch der Median (visualisiert durch die Linie in der Box) ist ann&#228;hernd gleich. Bei den &#246;ffentlichen Sprechereignissen f&#228;llt die Streuung hingegen deutlich geringer aus. Zudem liegen die Sprechereignisse mit ihrer jeweiligen Anzahl an Klitisierungen pro 100 Token sowie der Median in einem niedrigeren Bereich. Dar&#252;ber hinaus wird anhand der Violin-Plots sichtbar, wie sich die Sprechereignisse in den einzelnen Dom&#228;nen je nach Anzahl an Klitisierungen verteilen. So ist beispielsweise erkennbar, dass in der privaten Dom&#228;ne etwas mehr Sprechereignisse einen Klitisierungswert unterhalb des Medians aufweisen, w&#228;hrend in der institutionellen Dom&#228;ne Sprechereignisse mit einem Klitisierungswert unterhalb und oberhalb des Medians &#228;hnlich verteilt sind.</p>
<fig id="F1">
<label>Abbildung 1</label>
<caption>
<p>Anzahl an Klitisierungen auf 100 Token in den verschiedenen Interaktionsdom&#228;nen im FOLK-Korpus</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="kordaf-1-2-76-g1.png"/>
</fig>
<p>Aus Perspektive der DaF / DaZ-Didaktik macht dies deutlich, dass &#246;ffentliche Sprechereignisse, auf die in Vermittlungskontexten aufgrund ihrer leichteren Zug&#228;nglichkeit gern zur&#252;ckgegriffen wird (man denke da etwa an den Einsatz von Podcasts, Radio- oder Fernsehsendungen), im Bereich der Klitisierungen offensichtlich von anderen Sprechereignissen aus dem privaten oder institutionellen Bereich erheblich abweichen k&#246;nnen<xref ref-type="fn" rid="n18">18</xref>. Bei der Auswahl von Sprechereignissen f&#252;r die M&#252;ndlichkeitsdidaktik sollte dieser Befund ber&#252;cksichtigt werden. Die Frage nach Sprechereignissen mit besonders vielen Klitisierungen ergibt hingegen ein heterogenes Bild. Unter den Sprechereignissen mit einem Anteil an Klitisierungen auf alle Token von mindestens 4 % finden sich private Sprechereignisse (Paargespr&#228;ch und ein Familiengespr&#228;ch beim Umr&#228;umen eines Kinderzimmers), institutionelle Sprechereignisse (Schicht&#252;bergabe in einem Krankenhaus, Verkaufsgespr&#228;che im Gartencenter und in der Apotheke, Gespr&#228;ch im Polizeirevier) sowie ein Maptask<xref ref-type="fn" rid="n19">19</xref>, das dem Bereich sonstige Sprechereignisse zugeordnet wird. Viele von der Gespr&#228;chsart vergleichbare Sprechereignisse zeigen jedoch einen eher durchschnittlichen Anteil an Klitisierungen. Eine Empfehlung f&#252;r die DaF/DaZ-Didaktik im Hinblick auf eine etwaige Eignung bestimmter Gespr&#228;chsarten f&#252;r die Thematisierung von Klitisierungen l&#228;sst sich daher aufgrund dieser Heterogenit&#228;t nicht ableiten.</p>
<p>Neben der Interaktionsdom&#228;ne und der Gespr&#228;chsart sind aus didaktischer Perspektive die konkreten sprachlichen Realisierungen von Klitisierungen von Interesse. Zu den h&#228;ufigsten Vorkommen von Klitisierungen im FOLK geh&#246;ren aktuell <italic>son [so ein], gibts [gibt es]</italic> und <italic>gehts [geht es]</italic>. Interessant ist dabei, dass diese im Korpus meist deutlich frequenter sind als die in eckigen Klammern aufgef&#252;hrten analytischen Formen. Unter den h&#228;ufigsten zehn gibt es diesbez&#252;glich aber auch eine Ausnahme: So kommt die analytische Form <italic>mit dem</italic> deutlich h&#228;ufiger als ihre Klitisierung <italic>mim</italic> vor. Dies konnte auch bei anderen Klitisierungen des Typs Pr&#228;position und Artikel beobachtet werden &#8211; etwa bei der Verschmelzung <italic>f&#252;rn</italic> [<italic>f&#252;r den</italic>] mit 434 Treffern und 621 Treffern bei der analytischen Form<xref ref-type="fn" rid="n20">20</xref>.</p>
<p><xref ref-type="table" rid="T1">Tabelle 1</xref> zeigt die h&#228;ufigsten zehn Vorkommen von Klitisierungen im FOLK-Korpus. Darin wird die Anzahl der Treffer f&#252;r die Klitisierungen<xref ref-type="fn" rid="n21">21</xref> und f&#252;r die dazugeh&#246;rigen analytischen Formen<xref ref-type="fn" rid="n22">22</xref> angegeben.</p>
<table-wrap id="T1">
<label>Tabelle 1</label>
<caption>
<p>Die zehn frequentesten Klitisierungen im FOLK</p>
</caption>
<table>
<tr>
<td colspan="3"><hr/></td>
</tr>
<tr>
<th valign="top" align="left">Klitisierung und analytische Form</th>
<th valign="top" align="left">Frequenz der Klitisierung</th>
<th valign="top" align="left">Frequenz der analytischen Form</th>
</tr>
<tr>
<td colspan="3"><hr/></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" align="left"><italic>son [so ein]</italic></td>
<td valign="top" align="left">2481</td>
<td valign="top" align="left">313</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3"><hr/></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" align="left"><italic>gibts [gibt es]</italic></td>
<td valign="top" align="left">1878</td>
<td valign="top" align="left">516</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3"><hr/></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" align="left"><italic>gehts [geht es]</italic></td>
<td valign="top" align="left">1082</td>
<td valign="top" align="left">206</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3"><hr/></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" align="left"><italic>ichs [ich es]</italic></td>
<td valign="top" align="left">946</td>
<td valign="top" align="left">89</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3"><hr/></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" align="left"><italic>wars [war es]</italic></td>
<td valign="top" align="left">817</td>
<td valign="top" align="left">103</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3"><hr/></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" align="left"><italic>wenns [wenn es]</italic></td>
<td valign="top" align="left">810</td>
<td valign="top" align="left">220</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3"><hr/></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" align="left"><italic>isn [ist ein]</italic></td>
<td valign="top" align="left">633</td>
<td valign="top" align="left">195</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3"><hr/></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" align="left"><italic>habs [hab es]</italic></td>
<td valign="top" align="left">564</td>
<td valign="top" align="left">21</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3"><hr/></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" align="left"><italic>mim [mit dem]</italic></td>
<td valign="top" align="left">529</td>
<td valign="top" align="left">2171</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3"><hr/></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" align="left"><italic>hats [hat es]</italic></td>
<td valign="top" align="left">502</td>
<td valign="top" align="left">91</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3"><hr/></td>
</tr>
</table>
</table-wrap>
<p>Die quantitativen Verh&#228;ltnisse sprechen daf&#252;r, die klitisierten Formen &#8211; zumindest im Rahmen der M&#252;ndlichkeitsdidaktik &#8211; parallel zu den analytischen Formen zu vermitteln, wie das etwa auch Fandrych / Thurmair (<xref ref-type="bibr" rid="B28">2021: 100</xref>) f&#252;r <italic>son</italic> vorschlagen.</p>
<p>Daneben stellt sich auch die Frage, welche Wortarten am h&#228;ufigsten klitisiert werden. Unter den im FOLK-Korpus angetroffenen Klitisierungen finden sich am h&#228;ufigsten Verschmelzungen von Verb + Personalpronomen (bspw. <italic>haste</italic> [<italic>hast du</italic>]) mit insgesamt 20197 Treffern. Ber&#252;cksichtigt wurden dabei alle Klitisierungen mit mindestens 20 Vorkommen im Korpus. Weitere Klitisierungsmuster, die in FOLK h&#228;ufig vorkommen, sind Verschmelzungen von Pr&#228;positionen + Artikel (bspw. <italic>inner</italic> [<italic>in der</italic>]) mit 4341 Treffern, Verschmelzungen von Fokus-/Intensit&#228;ts- und Gradpartikel + Artikel (bspw. <italic>sone</italic> [<italic>so eine</italic>]) mit 3637 Treffern oder auch Verschmelzungen von zwei Pronomen (bspw. <italic>dus</italic> [<italic>du es</italic>]) mit 2983 Treffern.</p>
<p>Die vorgestellten Ergebnisse geben bereits einen interessanten Einblick in den Gebrauch von Klitisierungen in der gesprochenen Sprache. Lehrende sowie Autor/-innen von Lehrmaterialien k&#246;nnen auf der Grundlage dieser und weiterer Befunde entscheiden, welche Klitisierungen im Rahmen der M&#252;ndlichkeitsdidaktik aufgegriffen werden sollten. So k&#246;nnte etwa im Anschluss an eine erste Begegnung mit dem Ph&#228;nomen Klitisierung im authentischen H&#246;rtext bzw. im Transkript eine Sensibilisierung f&#252;r typische Klitisierungen und Klitisierungsmuster erfolgen, die Lernende dazu bef&#228;higt, entsprechende Vorkommen zu erkennen, aufzul&#246;sen, ad&#228;quat zu gebrauchen sowie ggf. auch eigenst&#228;ndig zu bilden. Hierf&#252;r w&#228;ren auch weitere Studien w&#252;nschenswert, die bspw. zeigen, welche Klitisierungen &#252;berregional relevant sind, zur Realisierung welcher sprachlicher Handlungen und unter welchen grammatisch-&#228;u&#223;erungsstrukturellen Bedingungen Klitisierungen &#252;blicherweise zum Einsatz kommen und in welchen konkreten Situationen und kontextuellen Einbettungen klitisierte bzw. analytische Formen bevorzugt werden.</p>
</sec>
<sec>
<title>2.2 Realisierung sprachlicher Handlungen in der m&#252;ndlichen Kommunikation</title>
<p>Sprachliche Handlungen bilden seit dem kommunikativen Ansatz einen wesentlichen Vermittlungsgegenstand der Fremdsprachendidaktik. Nicht nur die interaktionalen Abl&#228;ufe selbst sind h&#228;ufig musterhaft, sondern sie werden &#8211; je nach Kontext und kommunikativem Ereignis in unterschiedlichem Ma&#223;e &#8211; h&#228;ufig mithilfe wiederkehrender, musterhafter Formulierungen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B76">Wray 2002</xref>) bzw. gespr&#228;chsarttypischer Routinen realisiert. Zwar finden sich in Lehrwerken und curricularen Dokumenten verschiedene Redemittelsammlungen zu bestimmten sprachlichen Handlungen (z.B. <xref ref-type="bibr" rid="B31">Glaboniat et al. 2005</xref>), diese wurden jedoch bislang weder auf empirischer Basis gewonnen noch empirisch &#252;berpr&#252;ft. Korpora gesprochener Sprache er&#246;ffnen hier die M&#246;glichkeit, Lehrenden und Lernenden eine gebrauchsbasierte Auswahl und Beschreibung typischer Handlungsrealisierungen bereitzustellen. Als pragmatisches Ph&#228;nomen sind sprachliche Handlungen jedoch nicht ohne weiteres &#252;ber formale Merkmale in Korpora abfragbar. Methodisch wird daher in der Korpuslinguistik versucht, typische sprachlich-pragmatische Muster &#252;ber interpretativ-manuelle Annotation (vgl. z.B. <xref ref-type="bibr" rid="B1">Alsop / Nesi 2014</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B4">Baur et al. 2014</xref>), angenommene typische Formmerkmale (vgl. z.B. <xref ref-type="bibr" rid="B56">R&#252;hlemann 2010</xref>) oder die korpusweite Ermittlung von N-Grammen, die anschlie&#223;end funktional interpretiert werden (z.B. <xref ref-type="bibr" rid="B60">Scharloth / Bubenhofer 2012</xref>), zu ermitteln. Ziel der korpuspragmatischen Analyse ist es, Zusammenh&#228;nge zwischen sprachlichen Mitteln und Ausdrucksweisen einerseits und (Sprach-)Handlungsfunktionen anderseits herauszuarbeiten (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B30">Felder / M&#252;ller / Vogel 2012</xref>). Vor diesem Hintergrund wurde in den Untersuchungen von Mei&#223;ner (<xref ref-type="bibr" rid="B45">2016</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="B46">2017</xref>) ein Beschreibungsansatz f&#252;r die Realisierung von Sprachhandlungen entwickelt, der auf Basis der manuellen Annotation eines Referenzkorpus typische sprachliche Oberfl&#228;chenmerkmale der Handlung bestimmt und diese anschlie&#223;end in Form eines Suchausdrucks auf nicht-annotierte Untersuchungskorpora anwendet, um potenzielle Vertreter der Handlung zu ermitteln. Anhand von Beschreibungsparametern, die aus dem Suchausdruck, seinen Bestandteilen und den jeweils erzielten Treffern und Fehltreffern abgeleitet werden, l&#228;sst sich die Realisierung der Sprachhandlung im Vergleich zum Referenzmuster charakterisieren.</p>
<p>Ausgearbeitet wurde dieser Ansatz am Beispiel der Metakommentierungen, einem der Gliederung und Rezipientenorientierung dienenden Handlungstyp, der f&#252;r wissenschaftliche Vortr&#228;ge beschrieben (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B20">Fandrych 2014</xref>) und in den L1-Expertenvortr&#228;gen des GWSS-Korpus annotiert wurde (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B4">Baur et al. 2014</xref>)<xref ref-type="fn" rid="n23">23</xref>. Durch die korpuslinguistische Analyse dieser annotierten Belege konnten Formen ermittelt werden, deren Vorkommen im Korpus mit der Handlung des Metakommentierens assoziiert war (z.B. Modal- und Hilfsverbformen wie <italic>m&#246;chte / ich m&#246;chte, ich will / wollt, werd</italic>(<italic>e</italic>); Vollverbformen wie <italic>kommen wir, vorstellen, festzuhalten, eingehen;</italic> temporale adverbiale Ausdr&#252;cke wie <italic>als n&#228;chstes, vorhin, gleich noch, kurz;</italic> diskontinuierliche Ausdruckskombinationen wie z.B. <italic>ich</italic> in Verbindung mit <italic>jetz</italic>(<italic>t</italic>) <italic>/ hier / nun / noch / ihnen etc.</italic> im Abstand von bis zu f&#252;nf W&#246;rtern und in unterschiedlicher Reihenfolge, oder die elliptische Form <italic>nun zu</italic> (wie in: <italic>nun zu den Ergebnissen</italic>)). Die folgenden Beispiele zeigen zwei mit diesen typischen Merkmalen realisierte Metakommentierungen:</p>
<list list-type="simple">
<list-item><p>(1) das <bold>m&#246;cht ich ihnen hier</bold> auch <bold>kurz</bold> &#176;h <bold>vorstellen</bold> (GWSS_E_00020)</p></list-item>
<list-item><p>(2) da <bold>werd ich</bold> wenn <bold>ich</bold> (.) zeit habe sp&#228;ter auch <bold>noch kurz</bold> drauf <bold>eingehen</bold> (GWSS_E_00023)</p></list-item>
</list>
<p>Im ersten Beleg erfolgt die einleitende Ank&#252;ndigung einer sich anschlie&#223;enden Sprechhandlung, im zweiten Beleg wird ein Vorausverweis auf eine sp&#228;ter folgende Handlung gegeben. Der auf der Basis der ermittelten Merkmale gebildete Suchausdruck erfasst 60 % der manuell annotierten Belege bei einer Korrektheit von 76 % (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B46">Mei&#223;ner 2017: 194</xref>). Es konnte damit gezeigt werden, dass die Realisierung der Handlung in den untersuchten Daten variiert, aber zu gro&#223;en Teilen auf der Verwendung wiederkehrender Formen basiert. F&#252;r die Fremdsprachenvermittlung liefern die ermittelten Indikatormerkmale insofern Erkenntnisse, als sich mit ihnen produktiv die Handlung musterhaft erkennbar realisieren l&#228;sst und sie rezeptiv Verstehenshilfen bilden, anhand derer die Handlung identifiziert werden kann<xref ref-type="fn" rid="n24">24</xref>. Durch die Anwendung des Suchausdrucks auf Vergleichskorpora konnten dar&#252;ber hinaus Hypothesen &#252;ber die Realisierung von Metakommentierungen bei anderen Sprechereigenschaften gebildet und Perspektiven f&#252;r die Variationsforschung und Lernersprachanalyse er&#246;ffnet werden: So ergab die Auswertung in einem Vergleichskorpus aus Konferenzvortr&#228;gen polnischer Deutsch-L2-Sprecher/-innen (GWSS-Teilkorpus DEU_L2_PL_EV), dass hier reduzierte Formen (<italic>wollt, komm</italic>) sowie die elliptische Kurzform (<italic>nun zu</italic>) gemieden werden und sich gleichzeitig im Vergleich zu den L1-Vortr&#228;gen ein Mehrgebrauch unreduziert realisierter Formen (<italic>m&#246;chte ich, kommen wir, haben sie</italic>) und der genitivischen Form (<italic>vortrags</italic>) findet. Bei der Auswertung eines Vergleichskorpus britischer Deutsch-L2-Sprecher/-innen (GWSS-Teilkorpus DEU_L2_UK_EV) zeigten sich solche Tendenzen hingegen nicht. Dies deutet auf Unterschiede zwischen Diskursgemeinschaften im Gebrauch von M&#252;ndlichkeitsmerkmalen im wissenschaftlichen Vortrag hin (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B45">Mei&#223;ner 2016</xref>). Durch die Auswertung in einem GWSS-Vergleichskorpus mit studentischen Vortr&#228;gen von L1-und L2-Sprecher/-innen des Deutschen konnten lernersprachliche Unterschiede in der Realisierung der Handlung beschrieben werden. So zeigte sich in den studentischen L1-Vortr&#228;gen eine gr&#246;&#223;ere Varianz in der Abfragekorrektheit des Suchausdrucks, w&#228;hrend L2-Vortr&#228;ge recht &#228;hnliche Werte aufwiesen. Dies deutet auf Unterschiede in der Verkn&#252;pftheit von Form und Funktion bei diesen Sprechergruppen und eine festere, musterhaftere Verkn&#252;pfung bei L2-Sprechenden hin. Bezogen auf Pr&#228;zision und Ertrag einzelner Merkmale zeigten sich in den L2-Vortr&#228;gen insgesamt weniger Merkmale des Suchausdrucks, diese wiesen jedoch gr&#246;&#223;ere Treffermengen auf, was darauf schlie&#223;en l&#228;sst, dass in den L2-Daten Metakommentierungen mit (wenigeren) wiederkehrenden Merkmalen realisiert werden (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B46">Mei&#223;ner 2017: 197-204</xref>).</p>
<p>Korpusanalysen wie diese zeigen das Potenzial m&#252;ndlicher Korpora f&#252;r die gebrauchsbasierte Erforschung sprachlicher Handlungen f&#252;r die Fremdsprachenvermittlung. Anhand von Korpora k&#246;nnen Spezifik und Musterhaftigkeit der Realisierung sprachlicher Handlungen empirisch bestimmt und so Grundlagen f&#252;r die Vermittlung erarbeitet werden. Da die Verl&#228;sslichkeit der Zuordnung von Form und Bedeutung bzw. Funktion einen entscheidenden Faktor f&#252;r Spracherwerb und sprachliches Lernen bildet (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B18">Ellis 2017</xref>), ist es eine wesentliche Aufgabe f&#252;r die fremdsprachendidaktische Sprachbeschreibung, die verl&#228;sslich indizierenden Merkmale zu bestimmen, die sehr stark bis eindeutig mit der Realisierung einer bestimmten Handlung verkn&#252;pft sind. Korpuspragmatische Analysen auf der Basis m&#252;ndlicher Korpora k&#246;nnen hier einen wichtigen Beitrag zum Verst&#228;ndnis des Form-Funktion-Zusammenhangs im m&#252;ndlichen Sprachhandeln leisten. So zeigt eine aktuelle Untersuchung anhand des FOLK-Korpus, dass sich der Geltungsbereich der auf der Basis wissenschaftlicher Vortr&#228;ge ermittelten Indikatormerkmale f&#252;r Metakommentierungen auch auf die gespr&#228;chssteuernden Sprecherrollen in den thematisch strukturierten Interaktionstypen von Lehrer/-innen in Unterrichts-, Pr&#252;fer/-innen in Pr&#252;fungs- und Schlichter/-innen in Schlichtungsgespr&#228;chen erstreckt (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B47">Mei&#223;ner angenommen</xref>). Die hieraus ableitbaren formbasierten Beziehungen zwischen sprachlichen Handlungen bieten f&#252;r die Fremdsprachenvermittlung Einsicht in die Breite und Spezifik der funktionalen Anwendbarkeit sprachlicher Mittel.</p>
</sec>
</sec>
<sec>
<title>3. M&#246;glichkeiten zur Analyse gesprochener Lerner/-innensprache auf der Grundlage von Korpora</title>
<p>M&#252;ndliche L2-Korpora k&#246;nnen auch als Grundlage f&#252;r die Analyse von Lerner/-innensprache herangezogen werden. Es handelt sich hierbei jedoch um einen recht jungen Forschungszweig; dies ist nicht zuletzt auf die Datenlage zur&#252;ckzuf&#252;hren, denn der Bestand an m&#252;ndlichen Korpora mit L2-Daten ist begrenzt &#8211; insbesondere, was &#246;ffentlich zug&#228;ngliche Korpora angeht. Im Folgenden wird daher zun&#228;chst ein kurzer Einblick in die korpusbasierte Erforschung gesprochener Lerner/-innensprache gegeben. Daran anschlie&#223;end soll anhand ausgew&#228;hlter Beispiele auf das Potenzial der korpusbasierten Erforschung von m&#252;ndlichen L2-Daten sowie auf damit verbundene methodologische Fragen eingegangen werden.</p>
<sec>
<title>3.1 Zur korpusbasierten Erforschung gesprochener Lerner/-innensprache</title>
<p>Wenngleich die Anzahl an &#246;ffentlich zug&#228;nglichen Korpora, die gesprochensprachliche Lerner/-innendaten enthalten, bei weitem nicht an das Angebot m&#252;ndlicher Sprachdaten von Sprecher/-innen mit Deutsch als L1 heranreicht, ist insgesamt eine Zunahme an m&#252;ndlichen L2-Korpora sowie ein wachsendes Interesse an der korpusbasierten Erforschung m&#252;ndlicher L2-Daten zu verzeichnen. Dies wird auch daran deutlich, dass sich ein umfangreiches Themenheft der <italic>Zeitschrift f&#252;r germanistische Linguistik</italic> diesem Thema widmet (<xref ref-type="bibr" rid="B74">Wisniewski im E. a</xref>). Neben einer Bestandsaufnahme zu aktuellen Forschungs- und Korpusprojekten zu diesem Thema wird hier auch ein online verf&#252;gbarer &#220;berblick &#252;ber (demn&#228;chst) &#246;ffentlich zug&#228;ngliche m&#252;ndliche L2-Korpora f&#252;r Deutsch als Fremd- und Zweitsprache publiziert (<xref ref-type="bibr" rid="B75">Wisniewski im E. b</xref>). Zu den gr&#246;&#223;ten aktuell &#246;ffentlich zug&#228;nglichen m&#252;ndlichen L2 Korpora z&#228;hlen u.a.<xref ref-type="fn" rid="n25">25</xref></p>
<list list-type="order">
<list-item><p>das GWSS-Korpus (Gesprochene Wissenschaftssprache kontrastiv, auch GeWiss), welches studentische Vortr&#228;ge und Expertenvortr&#228;ge sowie Pr&#252;fungsgespr&#228;che enth&#228;lt, die u.a. von Sprecherinnen mit Deutsch als L2 stammen<xref ref-type="fn" rid="n26">26</xref>,</p></list-item>
<list-item><p>das BeMaTaC (Berliner Map Task Corpus), welches Dialoge zu einer Map Task beinhaltet, die von erwachsenen Sprecherinnen mit Englisch als L1 produziert wurden<xref ref-type="fn" rid="n27">27</xref>,</p></list-item>
<list-item><p>das HMAT (Hamburg Map Task Corpus, auch HaMaTaC), enth&#228;lt ebenfalls Dialoge zu einer Map Task, die von erwachsenen DaF-Lernenden mit verschiedenen L1 stammen<xref ref-type="fn" rid="n28">28</xref>.</p></list-item>
</list>
<p>Insgesamt ist die Landschaft m&#252;ndlicher L2 Korpora recht heterogen und ebenso sind es die Fragestellungen, die bislang auf der Grundlage dieser Daten bearbeitet wurden. Hierzu z&#228;hlen etwa Studien zu phonetisch-phonologischen Fragen (z.B. <xref ref-type="bibr" rid="B69">Trouvain im E.</xref>) sowie zu fl&#252;ssigkeitsbezogenen Aspekten wie bspw. Pausen, Selbstreparaturen und Verz&#246;gerungsph&#228;nomenen in m&#252;ndlichen L2-Produktionen (vgl. z.B. <xref ref-type="bibr" rid="B6">Belz 2013</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B7">Belz et al. 2017</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B8">Belz / Odebrecht im E.</xref>). Daneben sei an dieser Stelle auf die unter 2. bereits angesprochenen einzelwortbezogenen Studien verwiesen, in denen der Gebrauch von Diskursmarkern bzw. Konnektoren in m&#252;ndlichen L1-Produktionen und in m&#252;ndlichen L2-Produktionen verglichen wird (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B67">Slavcheva / Mei&#223;ner 2014</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B70">Wallner 2016</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B66">Slavcheva 2018</xref>). &#220;ber die Einzelwortebene hinaus gehen Arbeiten zu Formelhaftigkeit in L2-Produktionen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B52">Petkova-Kessanlis 2014</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B29">Fandrych / Wallner im E.</xref>) oder auch zur Realisierung wissenschaftssprachlicher Handlungen wie Diskurskommentierungen und Verweis und Zitat (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B45">Mei&#223;ner 2016</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="B46">2017</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B58">Sadowski 2017</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B29">Fandrych / Wallner im E.</xref>). Weitere Studien zu m&#252;ndlichen L2-Produktionen widmen sich Sprachwechselph&#228;nomenen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B53">Reershemius / Lange 2014</xref>) oder auch dem Einfluss von Aufgabenstellungen und -modalit&#228;ten (m&#252;ndlich versus schriftlich) auf L2-Produktionen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B39">Karges / Studer / Hicks im E.</xref>). F&#252;r die DaF/DaZ-Didaktik ergeben sich daraus wertvolle Einblicke in den Erwerb und die Entwicklung m&#252;ndlicher Handlungsf&#228;higkeit. Zudem geben die Studien Hinweise auf erwerbsbedingte Herausforderungen und Fehlerschwerpunkte. Anzumerken ist dabei allerdings, dass sich vorliegende korpusbasierte Arbeiten zu m&#252;ndlichen L2-Produktionen aufgrund der Datenlage haupts&#228;chlich mit sehr weit fortgeschrittenen Lerner/-innen (sogenannten &#8222;top language performers&#8220;, vgl. zu diesem <xref ref-type="bibr" rid="B51">Begriff Pallotti 2019</xref>) befassen<xref ref-type="fn" rid="n29">29</xref>.</p>
<p>Auch die Methoden, die in den bisherigen korpusbasierten Studien zu m&#252;ndlichen L2-Produktionen genutzt werden, unterscheiden sich teilweise erheblich. Sie reichen von eher exemplarischen Analysen &#252;ber quantitative Studien mit deskriptiv-statistischen Angaben bis hin zu Arbeiten, die auf fortgeschrittenere multivariate statistische Analysemethoden zur&#252;ckgreifen (vgl. hierzu auch <xref ref-type="bibr" rid="B75">Wisniewski im E. b</xref>). Zudem steht die Methodenreflexion im Bereich der korpusbasierten Erforschung (fortgeschrittener) m&#252;ndlicher L2-Produktionen noch vor gr&#246;&#223;eren theoretischen und praktischen Herausforderungen (vgl. hierzu auch <xref ref-type="bibr" rid="B29">Fandrych / Wallner im E.</xref>). Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Frage der Vergleichsnorm bzw. des Ma&#223;stabs, anhand dessen Lerner/-innendaten beurteilt werden k&#246;nnen. Zwar stellt sich diese Problematik auch bei schriftsprachlichen L2-Daten, bei m&#252;ndlichen Lerner/-innenproduktionen ist die Identifikation einer verl&#228;sslichen Orientierungsgr&#246;&#223;e jedoch noch deutlich schwieriger, da sich Konzepte wie &#8222;gesprochener Standard&#8220; in der Gemeinsprache (vgl. hierzu bspw. <xref ref-type="bibr" rid="B10">Butterworth et al. 2018</xref>) oder in st&#228;rker dom&#228;nenspezifischen Verwendungskontexten noch nicht etabliert haben<xref ref-type="fn" rid="n30">30</xref>. Abgesehen von den erwerbsbezogenen Erkenntnissen, die korpusbasierte Untersuchungen von m&#252;ndlichen L2-Produktionen liefern, kann die DaF/DaZ-Didaktik hier auch in Hinblick auf die Diskussion um Normfragen und die Einsch&#228;tzung bzw. auch Bewertung m&#252;ndlicher Produktionen profitieren.</p>
<p>Im Folgenden soll anhand ausgew&#228;hlter Belege aus dem GWSS-Korpus aufgezeigt werden, welche sprachlichen Ph&#228;nomene in lernersprachlichen Daten untersucht werden k&#246;nnen, welche methodischen Fragen dabei auftreten und wie solche Forschungsprojekte die DaF-Didaktik und -Forschung inspirieren k&#246;nnen. Wir konzentrieren uns hierbei auf die im Korpus enthaltenen studentischen und Expertenvortr&#228;ge von L2-Sprecher/-innen, die im Fach Germanistik / Deutsch als Fremdsprache an den Standorten Wroc&#322;aw, Birmingham, Leipzig und Sofia erhoben wurden<xref ref-type="fn" rid="n31">31</xref>.</p>
</sec>
<sec sec-type="methods">
<title>3.2 Die Erforschung fortgeschrittener L2-Daten: Methodische &#220;berlegungen und Potenziale</title>
<p>Wie bereits angesprochen, stellt sich bei lernersprachlichen Daten generell die Frage nach dem Ma&#223;stab, anhand dessen die Angemessenheit von sprachlichen &#196;u&#223;erungen eingesch&#228;tzt werden kann. Bei gesprochensprachlichen Genres in einem spezialisierten Dom&#228;nenbereich, wie dies ein Hochschulstudium darstellt, kommt zu der bereits erw&#228;hnten Problematik der Einsch&#228;tzung von gesprochensprachlichen Daten hinzu, dass wir es mit sehr spezifischen, dom&#228;nen-, fach- und kontextspezifischen Angemessenheitserwartungen zu tun haben. Ob etwa ein studentisches Referat in einem Seminar im Bachelor in sprachlich-kommunikativer Hinsicht gelungen ist, h&#228;ngt vom Fach und den dort geltenden Erwartungen und Konventionen ebenso ab wie von den (fachlichen oder allgemein akademischen) Diskurstraditionen, die an einem Standort gelten. Au&#223;erhalb des universit&#228;ren Kontexts mag ein solches Referat auch ganz anders beurteilt werden als in einem Seminarkontext. Es kommt hinzu, dass auch die L1-Studierenden hinsichtlich wichtiger sprachlich-fachlicher Aspekte Lernende sind, denn auch sie durchlaufen einen Sozialisierungsprozess, in dessen Verlauf sie sich Kompetenzen bez&#252;glich des wissenschaftlichen und fachbezogenen Arbeitens sowie der damit verbundenen rezeptiven und produktiven kommunikativen Anforderungen sukzessive erst aneignen<xref ref-type="fn" rid="n32">32</xref>. Allerdings ist dieser Aneignungsprozess &#8211; anders als etwa bei bestimmten schriftlichen Genres (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B68">Steinhoff 2007</xref>) &#8211; f&#252;r m&#252;ndliche Genres noch nicht weiter untersucht worden, weshalb hier&#252;ber noch kaum Aussagen get&#228;tigt werden k&#246;nnen. Es liegt aber auf der Hand, dass die Sprachdaten von L1-Studierenden schon aus diesem Grund nicht einfach als Vergleichs- oder Bewertungsma&#223;stab f&#252;r L2-Sprachdaten herangezogen werden k&#246;nnen &#8211; sie sind selbst hinsichtlich ihrer Angemessenheit erst noch einzustufen. Es kommt hinzu, dass die L2-Daten im GWSS-Korpus an unterschiedlichen Standorten und damit auch in verschiedenen akademischen Diskurstraditionen und Lehr-Lernsituationen erhoben wurden; daher sind die mit ihnen verbundenen Erwartungen an die Angemessenheit m&#246;glicherweise unterschiedlich. Dies betrifft sowohl die Makrostruktur des Genres &#8218;Vortrag&#8216;, als auch die Erwartungen an einzelne funktionale Abschnitte sowie das stilistische und lexikalische &#8218;Design&#8216; von sprachlichen Handlungen und Formulierungsroutinen<xref ref-type="fn" rid="n33">33</xref>. Auch ein Abgleich mit den Vortr&#228;gen von L1- und L2-Expert/-innen (die sich ebenfalls im GWSS-Korpus finden) ist methodisch nicht unbedingt angemessen, da hierbei ja Ma&#223;st&#228;be an die m&#252;ndliche Sprachperformanz von Studierenden angelegt w&#252;rden, die diese zum einen noch nicht erf&#252;llen k&#246;nnen; zum anderen aber unterscheiden sich wissenschaftliche Vortr&#228;ge von Expert/-innen auch kontextuell von studentischen Referaten, denn letztere erfolgen in einem gesch&#252;tzten hochschuldidaktischen Raum, w&#228;hrend wissenschaftliche Vortr&#228;ge bereits eine Art Ver&#246;ffentlichungscharakter haben und damit viel grundlegender zum Gegenstand einer kritischen diskursiven Auseinandersetzung werden k&#246;nnen<xref ref-type="fn" rid="n34">34</xref>.</p>
<p>Somit ist die Problematik eines Bewertungsma&#223;stabs f&#252;r fortgeschrittene Lerner/-innendaten bei m&#252;ndlichen wissenschaftlichen Genres nicht einfach zu l&#246;sen, insbesondere, wenn man auch stilistisch-rhetorische, lexikalisch-idiomatische und funktional-genrespezifische Aspekte mit in die Analyse einbezieht.</p>
<p>Im Folgenden wollen wir exemplarisch den Blick auf einige von L2-Sprecher/-innen des Deutschen produzierte &#196;u&#223;erungen aus studentischen und Expertenvortr&#228;gen im GWSS-Korpus werfen, deren Status als angemessen oder abweichend man diskutieren k&#246;nnte; dabei ist es das Ziel, die mit solchen dom&#228;nenbezogenen, in authentischen Kontexten erhobenen gesprochensprachlichen Korpusdaten verbundenen methodischen Probleme bei der Bewertung von Lernenden&#228;u&#223;erungen zu reflektieren und m&#246;gliche Konsequenzen f&#252;r die zuk&#252;nftige Forschung zu diskutieren.</p>
<p>Im engeren morpho-syntaktischen und morphophonetischen Bereich finden sich schwer einzuordnende F&#228;lle, die ohne einen Abgleich mit kontextuellen Angemessenheitserwartungen kaum endg&#252;ltig zu beurteilen sind<xref ref-type="fn" rid="n35">35</xref>. So sind etwa Realisierungen wie <italic>haupproblem</italic> [&#8218;Hauptproblem&#8216;], <italic>wirklisch</italic> [&#8218;wirklich&#8216;], <italic>jetz wer ich</italic> [&#8218;jetzt werde ich&#8216;] oder <italic>gepr&#228;cht</italic> [&#8218;gepr&#228;gt] auch in allt&#228;glicher (teils regional gepr&#228;gter) L1-Umgangssprache &#252;blich<xref ref-type="fn" rid="n36">36</xref>. Da Seminarreferate gerade im deutschsprachigen Kontext h&#228;ufiger auch durch deutliche Merkmale allt&#228;glicher M&#252;ndlichkeit gepr&#228;gt sind, kann zumindest nicht von vornherein auf eine Abweichung von einer genrespezifischen Angemessenheit geschlossen werden. Der &#220;bergang zu vermutlich genuin L2-induzierten Aussprachevarianten ist teils flie&#223;end; hierzu geh&#246;ren wohl schon ungew&#246;hnliche Koronalisierungen des <italic>ich</italic>-Lauts (auch wenn sie teils regional &#252;blich sind, vgl. <italic>m&#246;schte</italic> &#8218;m&#246;chte&#8216;; <italic>isch</italic> &#8218;ich&#8216;), die Realisierung von Frikativen statt Plosiven (<italic>augenblich</italic> &#8218;Augenblick&#8216;; <italic>einblich</italic> &#8218;Einblick&#8216;) oder Variation im Bereich von Stimmlosigkeit / Stimmhaftigkeit von Plosiven oder Frikativen (<italic>prismatischen bilter</italic> &#8218;prismatischen Bilder&#8216;; <italic>&#228;usern</italic> &#8218;&#228;u&#223;ern&#8216;). Im Bereich der Wortbildung finden sich einerseits viele Unsicherheiten bez&#252;glich der Form der Erstglieder sowie der Fugenelemente, die allerdings als recht minimale Abweichungen eingestuft werden k&#246;nnen (<italic>worteb&#252;cher</italic> &#8218;W&#246;rterb&#252;cher&#8216;; <italic>belegevarianten</italic> &#8218;Belegvarianten&#8216;; <italic>bestandaufnahme</italic> &#8218;Bestandsaufnahme&#8216;), daneben ungew&#246;hnliche, aber nicht unverst&#228;ndliche Wortbildungen (<italic>sinn- und nutzvoll</italic> &#8218;sinnvoll und n&#252;tzlich&#8216;; <italic>problemhaft</italic> &#8218;problematisch&#8216;; <italic>devulgarisation</italic> &#8218;Devulgarisierung&#8216;; <italic>faszinierung</italic> &#8218;Faszination&#8216;) sowie teils Unsicherheiten bei der Univerbierung (<italic>kurze lebigkeit</italic> &#8218;Kurzlebigkeit&#8216;; <italic>regierungen unabh&#228;ngige</italic> &#8218;regierungsunabh&#228;ngige&#8216;), die sicher eher als Abweichungen empfunden werden. Angemerkt werden muss hier wiederum, dass die Transkription nat&#252;rlich Ergebnis der Interpretation der Transkribend/-innen ist, so dass etwa die Entscheidung, ob <italic>worteb&#252;cher</italic> oder <italic>kurze lebigkeit</italic> als Wortbildung oder Wortgruppe transkribiert wurden, nicht unbedingt der Sprecher/-innenintention entsprechen muss und f&#252;r die Transkribend/-innen nicht immer leicht zu treffen ist.</p>
<p>Selbstverst&#228;ndlich finden sich in den studentischen L2-Vortr&#228;gen auch morphosyntaktische Abweichungen, die in m&#252;ndlichen L1-Produktionen nicht auftreten w&#252;rden, insbesondere Genus-/ Kasusabweichungen, Probleme bei der Wahl des Artikels oder der passenden Pr&#228;position, Wort-/ Satzgliedstellungsprobleme sowie Abweichungen bez&#252;glich der gew&#228;hlten syntaktischen Konstruktion (fehlende oder nicht passende Realisierung von Satzgliedern etc.). Diese sind vergleichsweise einfach zu identifizieren, auch wenn solche Abweichungen in der gesprochenen Sprache keinesfalls ausschlie&#223;lich auf L2-Sprecher/-innen beschr&#228;nkt sind &#8211; als Ph&#228;nomen der <italic>online</italic>-Syntax (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B2">Auer 2000</xref>) k&#246;nnen sie auch in L1-&#196;u&#223;erungen auftreten, wenn auch wohl nicht so systematisch. Insbesondere im Bereich der Satzgliedstellung allerdings findet sich auch bei deutschen L1-Sprecher/-innen eine recht gro&#223;e, auch funktional und medial bedingt Variabilit&#228;t, gerade, was Expansionen angeht (vgl. dazu ausf&#252;hrlicher <xref ref-type="bibr" rid="B57">Salzmann 2017</xref>). Dennoch sind hier Akzeptabilit&#228;tseinsch&#228;tzungen insgesamt einfacher als im lexikalischen und phonetischen Bereich, der oben bereits angesprochen wurde, etwa in F&#228;llen wie dem folgenden:</p>
<list list-type="simple">
<list-item><p>(3) (1.4) &#176;h &#228;h chomsky (0.2) &#228;h vertritt die these f&#252;r eine universalgrammatik und das bedeutet <bold>dass</bold> jeder mensch <bold>ist</bold> (.) von geburt an mit einem grammatischen (.) programm &#176;h ausgestattet (GWSS_E_00246)</p></list-item>
</list>
<p>Der f&#252;r die fortgeschrittene dom&#228;nenspezifische Sprachkompetenz besonders relevante Bereich der Formulierungs- und Gespr&#228;chsroutinen sowie der rhetorisch-textuellen Strukturierung von dom&#228;nenspezifischen Genres (also im m&#252;ndlichen Bereich etwa Seminarreferate, Pr&#252;fungsgespr&#228;che, Seminardiskussionen) stellt die Lernersprachenanalyse und die Didaktik hingegen vor besondere Probleme, da hier st&#228;rker stilistisch-rhetorische, idiomatische, genre- und kontextspezifische Faktoren eine Rolle spielen. Erste Analysen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B29">Fandrych / Wallner im E.</xref>) zeigen etwa Abweichungen im Bereich der Diskursmarker (4) und Deiktika (5): Sie treten zwar an Stellen auf, wo sie erwartbar und typisch f&#252;r die jeweilige sprachliche Handlung sind, sind aber semantisch-funktional nicht immer (ganz) passend, vgl.:</p>
<list list-type="simple">
<list-item><p>(4) ja ich wei&#223; dass es zwei teile hier gibt &#176;h aber &#176;h (.) es gibt eigentlich (1.1) ja man k&#246;nnte sagen dass es zwei teile gibt &#176;h &#228;hm (0.5) <bold>so</bold> die erste &#228;h das erste tol [Teil] ist (0.6) &#228;hm (1.1) zu englisch in deutschen (0.4) und dann de z zweite teil ist &#228;hm (.) &#176;h (0.5) produktkommunikots kommunikation in deutschland (GWSS_E_00211)</p></list-item>
<list-item><p>(5) &#228;h (.) zu dem (0.57) &#228;h empirisches arbeiten in der linguistik &#176;h &#228;h <bold>danach</bold> &#228;h komme ich zu den methoden der sprachwissenschaft (0.61) also &#228;h (0.65) es gibt &#228;h (.) drei methoden (.) &#228;hm (1.0) ((schnalzt)) erstens die befragung von sprechern &#176;hh experimente und &#228;h die korpuslinguistik selbst (GWSS_E_00243)</p></list-item>
</list>
<p>W&#228;hrend man bei (4) den Diskursmarker <italic>also</italic> erwarten w&#252;rde (und hier englischer Einfluss von <italic>so</italic> vermutet werden kann), steht bei (5) statt einer N&#228;hedeixis (z.B. <italic>jetzt, nun</italic>) mit <italic>danach</italic> ein Ausdruck, der &#252;blicherweise auf eine weiter entfernt liegende Passage im Vortrag verweisen w&#252;rde.</p>
<p>Auch im Bereich verbaler Formulierungsroutinen zeigen sich h&#228;ufiger Abweichungen, die letztlich als idiomatisch-genrespezifisch eingestuft werden k&#246;nnen, vgl.:</p>
<list list-type="simple">
<list-item><p>(6) so jetz <bold>gehe</bold> ich zu dem (0.4) &#252;bersicht ich hoffe das is (1.1) naja (.) &#176;h (0.3) gut ich werd es einfach ((schmatzt)) vorlesen (1.2) (GWSS_E_00166)</p></list-item>
<list-item><p>(7) sein argument wird anhand der [&#8230;]&#176;h <bold>beleuchtet</bold> (GWSS_E_00215)</p></list-item>
</list>
<p>In (6) handelt es sich um eine typische Metakommentierung (siehe Abschnitt 2.2), bei der auch ein Verb (<italic>gehen</italic>) gew&#228;hlt wurde, das dem f&#252;r solche &#220;berleitungen typischen Bildbereich &#8222;Bewegung im Raum&#8220; entstammt &#8211; nur ist hier im Deutschen das telische Verb <italic>kommen</italic> &#252;blich, <italic>gehen</italic> ist selbstverst&#228;ndlich gut verst&#228;ndlich, aber nicht idiomatisch. In (7) wird ebenfalls ein Bildbereich bem&#252;ht, der f&#252;r das Feld des Erkenntnisprozesses einschl&#228;gig ist: das Feld der guten Sichtbarkeit / Wahrnehmbarkeit. Im Deutschen ist allerdings <italic>beleuchten</italic> in der allgemeinen Wissenschaftssprache auf Verwendungsweisen beschr&#228;nkt, in denen ein spezifischer Zugang oder eine bestimmte Perspektive thematisiert wird, aus der ein Gegenstand oder eine Herangehensweise betrachtet wird (<italic>etwas aus einer anderen Perspektive beleuchten</italic>); im vorliegenden Fall aber handelt es sich um die St&#252;tzung eines Arguments anhand eines Beispiels, daher w&#228;re hier <italic>illustrieren</italic> oder <italic>verdeutlichen</italic> angemessener. Hier mag auch Einfluss der L1 (Englisch) der Sprecherin vorliegen, da <italic>illustrate</italic> an vergleichbarer Stelle im Englischen durchaus angemessen w&#228;re.</p>
<p>Als letzter Ph&#228;nomenbereich sei noch der sprachliche Bezug auf Forscher/-innenrollen und wissenschaftliche Publikationen genannt. Auch hier finden sich in den studentischen L2-Korpora in GWSS Abweichungen, die evtl. mit den Standort- und Kontextbedingungen zu tun haben k&#246;nnten:</p>
<list list-type="simple">
<list-item><p>(8) unser referat st&#252;tzt (0.6) &#228;hm (0.5) sich auf (0.2) <bold>professor doktor angelika</bold> (0.3) <bold>storrers</bold> (.) &#228;h schriften (GWSS_E_00242)</p></list-item>
<list-item><p>(9) dafur ist st&#246;tzel und eitz das (.) w&#246;rterbuch der vergangenheitsbew&#228;ltigung (0.3) ganz gut geeignet (0.6) ((schnalzt)) &#228;hm da andere <bold>werke</bold> wie &#228;hm stanford (0.3) &#228;h sechsunneunzig da eine (0.8) &#228;h einem gro&#223;en vergleich &#228;hm (0.2) ((schnalzt)) (.) von &#228;hm (0.6) ((schnalzt)) ja germanist &#228;hm (.) germanisten (0.3) in englisch(er) sprache (GWSS_E_00216)</p></list-item>
<list-item><p>(10) wenn wir den ausdruck verwalter zur kenn (.) zeichnung der rolle der juden im deutschen kulturleben <bold>betrachten</bold> &#176;h so haben <bold>wir</bold> diesen ausdruck <bold>nicht etwa selbst gepr&#228;gt</bold> sondern (.) <bold>bedienen uns</bold> einer bezeichnung &#176;h die &#8230; (GWSS_E_00171)</p></list-item>
</list>
<p>Die Erw&#228;hnung akademischer Titel (8) bei Bez&#252;gen auf andere Wissenschaftler/-innen w&#228;re im deutschen Kontext un&#252;blich, <italic>Werke</italic> (9) wecken eher die Vorstellung gesammelter (h&#228;ufig literarischer) Publikationen gr&#246;&#223;eren Umfangs und sind f&#252;r den Bezug auf wissenschaftliche Einzelpublikationen nicht einschl&#228;gig, und die Verwendung des Pluralis Auctoris in (10), der sich auf nur eine Sprecherin (eine Studentin im polnischen Kontext) bezieht, w&#228;re ebenfalls in einem deutschen Wissenschaftskontext stark markiert.</p>
<p>Bei der Beurteilung solcher und weiterer F&#228;lle (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B29">Fandrych / Wallner im E.</xref>) gilt jedoch, dass die jeweiligen diskursiven, fachlichen und akademischen Traditionen und Konventionen des Standorts mitber&#252;cksichtigt werden m&#252;ssten. Nat&#252;rlich kann dann &#8211; aus einer didaktischen Perspektive &#8211; immer noch &#252;berlegt werden, welche der Genre- und Formulierungskonventionen in einem deutschsprachigen akademischen Kontext eher (un)angemessen w&#228;ren und es k&#246;nnten alternative sprachlich-kommunikative Muster vermittelt werden. Allerdings ben&#246;tigen wir auch f&#252;r eine solche Vermittlungsnorm zun&#228;chst eine Art <italic>Rating</italic> der Textqualit&#228;t auch von L1-Vortr&#228;gen, aus denen man dann &#252;berhaupt erst eine Vermittlungsnorm ermitteln kann. Auch die Angemessenheit der L2-Daten l&#228;sst sich, zumindest was die stilistisch-formulierungsbezogenen und genrespezifischen Aspekte angeht, nur &#252;ber Akzeptabilit&#228;tsratings ermitteln. Es kommt hinzu, dass sich die fachwissenschaftliche und die sprachlich-kommunikative Ebene hier nicht immer strikt voneinander trennen lassen &#8211; gerade in den Geisteswissenschaften ist Sprache ja selbst ganz elementar Erkenntnisinstrument; Kategorien, Begriffe und Modelle sind wesentlich sprachlich gefasst, und auch der Gegenstand der Geisteswissenschaften ist elementar sprachlich.</p>
</sec>
</sec>
<sec>
<title>4. Zusammenfassung</title>
<p>Der vorliegende Beitrag wollte anhand dreier Ebenen und Perspektiven die Relevanz gesprochensprachlicher Korpora f&#252;r das wissenschaftliche Fach DaF/DaZ sowie f&#252;r die Sprachvermittlung selbst aufzeigen. Der erste Abschnitt machte deutlich, dass f&#252;r den Einsatz gesprochensprachlicher Korpora f&#252;r die praktische Sprachvermittlung noch wichtige Aufbereitungsschritte von bestehenden Korpora notwendig sind, die es erst erm&#246;glichen, relevante gesprochensprachliche Ph&#228;nomene und auch m&#252;ndliche kommunikative Ereignisse als Ganze f&#252;r die Entwicklung von Lehr- und Lernmaterialien, f&#252;r die zielgruppengerechte Arbeit im Unterricht sowie f&#252;r die eigenst&#228;ndige Nutzung durch die Lernenden angemessen zu ber&#252;cksichtigen. <italic>ZuMult</italic> ist ein erster Versuch in diese Richtung; weitere Korpuserschlie&#223;ungen, die sicher auch mit zus&#228;tzlichem Annotationsaufwand einhergehen werden, sind notwendig. Wichtig ist, dass solche Entwicklungen nach aller M&#246;glichkeit plattform- und korpus&#252;bergreifend angelegt sind und somit auch f&#252;r neu entstehende Korpusbest&#228;nde anwendbar sind, so, wie dies bei <italic>ZuMult</italic> exemplarisch erarbeitet wurde. In einem zweiten Abschnitt hat der vorliegende Beitrag anhand einiger Ph&#228;nomenbereiche aufgezeigt, welcher Forschungsbedarf bez&#252;glich der gesprochenen Sprache aus Perspektive des Fachs DaF/DaZ noch besteht. Dies wurde zum einen anhand morphophonetischer Ph&#228;nomene gezeigt. Diese stellen schon rein rezeptiv eine spezifische Anforderung an Lernende dar, werden aber in der herk&#246;mmlichen Sprachvermittlung nicht immer in angemessener Weise behandelt, sondern &#8211; wenn &#252;berhaupt - eher als sprechsprachliche Verk&#252;rzungen thematisiert &#8211; obwohl sie in der gesprochenen Sprache h&#228;ufig der Normalfall sind, w&#228;hrend explizite analytische Formulierungen den Sonderfall darstellen. Aber auch sprachliche Handlungen, die jedenfalls teilweise genrespezifisch sind, und ihre sprachliche Musterhaftigkeit sind noch zu wenig erforscht. Im vorliegenden Beitrag wurde anhand der Metakommentierungen gezeigt, wie man versuchen kann, mithilfe korpuslinguistischer Methoden den Form-Funktionszusammenhang herauszuarbeiten und so typische Oberfl&#228;chenmerkmale zur Exploration von nicht annotierten Korpora aus dem Wissenschaftsbereich, aber auch aus anderen Dom&#228;nen zu nutzen. Im dritten Teil des vorliegenden Beitrags wurde anhand von fortgeschrittenen m&#252;ndlichen L2-Daten aus dem philologisch-akademischen Kontext (studentische Referate) aufgezeigt, welches Potenzial eine solche dom&#228;nen- und genrespezifische Lernersprachenanalyse hat, welchen methodischen Herausforderungen sie sich aber auch im Kontext eines internationalen, in verschiedene Diskurstraditionen eingebetteten Wissenschaftsbetriebs gegen&#252;bergestellt sieht. Hier gilt es, die verschiedenen Faktoren, die zu Akzeptabilit&#228;tsurteilen f&#252;hren k&#246;nnen, systematisch zu reflektieren und auch das methodische Vorgehen zu verfeinern und zu erweitern, etwa durch <italic>Ratings</italic> und die Einbeziehung von kontextspezifischen Bewertungskriterien und Angemessenheitseinsch&#228;tzungen. Ein einfacher Abgleich mit der Intuition von Forscher/-innen, mit L1-Daten von vergleichbaren Studierendengruppen aus dem deutschsprachigen Kontext, mit Expert/-innendaten oder gar mit schriftsprachlichen Daten kann jedenfalls die situative und kontextuelle Angemessenheit der Lerner/-innendaten nicht erbringen &#8211; allerdings k&#246;nnen so sicherlich sprachliche Profile herausgearbeitet werden, die umso besser interpretierbar sind, je mehr Metadaten wir zu den Settings der m&#252;ndlichen Daten haben (wie bspw. Grad der &#214;ffentlichkeit, Themenbezug, Fachlichkeit, institutionelle Einbettung, Relevanz des kommunikativen Ereignisses im Studienverlauf etc.).</p>
</sec>
</body>
<back>
<fn-group>
<fn id="n1"><p>Vgl. <ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://dgd.ids-mannheim.de/dgd/pragdb.dgd_extern.sys_inv?v_session_id">https://dgd.ids-mannheim.de/dgd/pragdb.dgd_extern.sys_inv?v_session_id=</ext-link> (26.07.2021).</p></fn>
<fn id="n2"><p><italic>ZuMult</italic> ist ein von der DFG gef&#246;rdertes Kooperationsprojekt zwischen dem Archiv f&#252;r gesprochenes Deutsch (AGD), dem Leibniz-Institut f&#252;r Deutsche Sprache in Mannheim, dem Hamburger Zentrum f&#252;r Sprachkorpora (HZSK) an der Universit&#228;t Hamburg und dem Herder-Institut der Universit&#228;t Leipzig. Vgl. <ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://zumult.org">https://zumult.org</ext-link> (26.07.2021).</p></fn>
<fn id="n3"><p>Unter m&#252;ndlichen Korpora bzw. Korpora gesprochener Sprache werden Sprachdatensammlungen gefasst, die in jedem Fall medial m&#252;ndlich, in den meisten F&#228;llen auch konzeptionell m&#252;ndlich sind. In verschiedenen institutionellen und &#246;ffentlichen Gespr&#228;chsarten variiert jedoch der Grad der konzeptionellen M&#252;ndlichkeit, insbesondere bei mehr oder weniger stark vorformulierten Genres (etwa in wissenschaftlichen Vortr&#228;gen oder &#246;ffentlichen Reden).</p></fn>
<fn id="n4"><p>Vgl. <ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://dgd.ids-mannheim.de">https://dgd.ids-mannheim.de</ext-link> (26.07.2021).</p></fn>
<fn id="n5"><p>Version 2.16 (17.05.2021); vgl. <ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://dgd.ids-mannheim.de">https://dgd.ids-mannheim.de</ext-link> (26.07.2021).</p></fn>
<fn id="n6"><p>Der LeGeDe-Prototyp ist verf&#252;gbar unter <ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://www.owid.de/legede/">https://www.owid.de/legede/</ext-link> (26.07.2021).</p></fn>
<fn id="n7"><p>Es ist uns bewusst, dass die ausgew&#228;hlten Verfahren nur eine erste Ann&#228;herung an das Konzept &#8218;sprachlich-kommunikative Schwierigkeit&#8216; darstellen k&#246;nnen. Zum einen ist &#8218;Schwierigkeit&#8216; nicht unabh&#228;ngig von den Lernenden, deren Vorwissen und Handlungszielen ermittelbar, zum anderen kann &#8218;Schwierigkeit&#8216; auch nicht einfach an der sprachlichen Oberfl&#228;che abgelesen werden, sondern m&#252;sste lerner/-innenspezifisch empirisch erhoben werden (vgl. etwa <xref ref-type="bibr" rid="B19">Ender / Kaiser 2020</xref>). Im Rahmen des hier dargestellten Projekts war dies nicht m&#246;glich; entsprechend den F&#246;rderrichtlinien konnten auch keine neuen Annotationen erfolgen, so dass mit den hier dargestellten Verfahren die bereits in den Daten angelegten Informationen m&#246;glichst umfassend genutzt wurden.</p></fn>
<fn id="n8"><p>F&#252;r die Bestimmung der Sprechgeschwindigkeit gibt es zwei Ma&#223;e, die Artikulationsrate, die sich nur auf das pro Zeiteinheit ge&#228;u&#223;erte sprachliche Material (einschlie&#223;lich gef&#252;llter Pausen) bezieht, sowie die Sprechrate, welche stille Pausen in die Berechnung miteinschlie&#223;t (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B43">Laver 1994: 539</xref>). Der Berechnung der Sprechgeschwindigkeit in <italic>ZuMult</italic> liegt die Artikulationsrate zugrunde.</p></fn>
<fn id="n9"><p>Die Zug&#228;nge sind in der Datenbank f&#252;r gesprochenes Deutsch &#252;ber den Reiter &#8222;Recherche&#8220; erreichbar. Zur Illustration der in <italic>ZuMult</italic> entwickelten Zug&#228;nge gibt es auch ein Video (<ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://www.youtube.com/watch?v=zZ-mtnVDUs8">https://www.youtube.com/watch?v=zZ-mtnVDUs8</ext-link>, 26.07.2021).</p></fn>
<fn id="n10"><p>Alternativ kann ZuViel auch ausgehend von der DGD und von dem auch im Projekt <italic>ZuMult</italic> entwickelten Prototypen ZuRecht aufgerufen werden.</p></fn>
<fn id="n11"><p>Die Fehlerquote der Wortartenannotation liegt derzeit bei 5 % (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B72">Westpfahl / Schmidt 2016</xref>).</p></fn>
<fn id="n12"><p>Hierzu wird derzeit von Franziska Wallner und Matthias Schwendemann eine empirische Studie durchgef&#252;hrt, die im Jahr 2022 abgeschlossen sein wird.</p></fn>
<fn id="n13"><p>Zu den privaten Sprechereignissen z&#228;hlen bspw. Tischgespr&#228;che, Telefonate und Spielinteraktionen, zu den institutionellen geh&#246;ren u.a. Verkaufsgespr&#228;che, Teambesprechungen, Beratungen; &#246;ffentliche Sprechereignisse umfassen Podiumsdiskussionen, TV-Debatten, Schlichtungsgespr&#228;che. Hinzu kommen noch verschiedene Interviewsituationen und Kommunikationsspiele (Maptask), die unter sonstige Sprechereignisse gefasst werden. Zwar ist das FOLK-Korpus bez&#252;glich verschiedener diatopischer, diastratischer und situativer Merkmale noch keinesfalls ausgewogen, das dynamische Wachstum l&#228;sst aber hoffen, dass auch die Ausgewogenheit weiter zunimmt und die zur Verf&#252;gung stehenden Kommunikationsdom&#228;nen auch aus DaF/DaZ-Sicht zunehmend alle relevanten Sprachverwendungsbereiche abdecken.</p></fn>
<fn id="n14"><p>Bei diesen Sprechereignissen handelt es sich um zwei Gespr&#228;che im Polizeirevier von lediglich 19 bzw. 36 Sekunden, um ein Verkaufsgespr&#228;ch von einer Minute und 18 Sekunden sowie um eine Sprachf&#246;rdersituation im Kindergarten von 14 Minuten und acht Sekunden.</p></fn>
<fn id="n15"><p>Der Kruskal-Wallis-Test ist ein nicht-parametrischer Test, der angewendet wurde, da die Voraussetzungen f&#252;r eine einfaktorielle ANOVA nicht erf&#252;llt waren (keine Varianzhomogenit&#228;t und Normalverteilung der Daten).</p></fn>
<fn id="n16"><p>Der Wert <italic>r</italic> gibt hier die Effektst&#228;rke und damit die Relevanz der Ergebnisse an. Er quantifiziert den Unterschied in den Mittelwerten der Gruppen. Nach Cohen (<xref ref-type="bibr" rid="B12">1988</xref>) bedeutet <italic>r</italic>&#8804;0,1 einen geringen Effekt, <italic>r</italic>&#8804;0,3 einen mittleren Effekt und <italic>r</italic>&#8805; 0,5 einen gro&#223;en Effekt.</p></fn>
<fn id="n17"><p>Die meisten Klitisierungen zeigt ein unter &#8218;sonstige&#8216; gefasstes Sprechereignis mit 6,29 Klitisierungen pro 100 Token. Es handelt sich dabei um ein Kommunikationsspiel (Maptask).</p></fn>
<fn id="n18"><p>Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Anteil an &#246;ffentlichen Gespr&#228;chen im FOLK-Korpus mit 16 Sprechereignissen relativ gering ausf&#228;llt. Sie sind jedoch vergleichsweise lang und stellen mit knapp 44h 14 % der insgesamt 314 Aufnahmestunden.</p></fn>
<fn id="n19"><p>Unter Maptask versteht man ein Kommunikationsspiel &#8222;bei de[m] jedem der zwei Gespr&#228;chsbeteiligten eine Karte vorliegt, auf der Gegenst&#228;nde oder Personen abgebildet sind. Auf der Karte eines Gespr&#228;chsteilnehmers befindet sich zudem ein Weg, der dem anderen nicht bekannt ist. Dieser kann den Weg wegen eines Sichtschutzes nicht sehen. Der erste Gespr&#228;chsteilnehmer beschreibt diesen Weg, der andere zeichnet ihn in seine Karte ein. Anschlie&#223;end vergleichen sie die Wege. Dann werden die Rollen getauscht.&#8220; (vgl. <ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://dgd.ids-mannheim.de">https://dgd.ids-mannheim.de</ext-link>, 26.07.2021)</p></fn>
<fn id="n20"><p>Zu ber&#252;cksichtigen ist hierbei, dass eine solche quantitative Gegen&#252;berstellung nur einen ersten Eindruck im Hinblick auf die jeweiligen Realisierungstendenzen liefert, da die analytischen und die synthetischen Formen nicht &#252;berall austauschbar sind. Bei weiteren Analysen m&#252;sste diesbez&#252;glich auch der jeweilige Kontext einbezogen werden.</p></fn>
<fn id="n21"><p>Bei der Transkription wurden die Klitisierungen im FOLK entweder zusammengeschrieben (<italic>gibts</italic>) oder ein Teil als assimiliert gekennzeichnet (<italic>gibt s</italic> &lt;assimiliert&gt;). F&#252;r die vorliegende Auswertung wurden die entsprechenden Vorkommen aufsummiert und f&#252;r eine bessere Darstellung die zusammengeschriebene Form verwendet.</p></fn>
<fn id="n22"><p>Als analytische Form wurde diejenige gew&#228;hlt, in die die jeweilige Klitisierung im FOLK am h&#228;ufigsten im Rahmen der orthografischen Normalisierung zerlegt wurde. Bei der Klitisierung <italic>ichs</italic> ist dies die analytische Form <italic>ich es</italic> mit 869 Treffern. Daneben gibt es aber auch die analytischen Formen <italic>ich das</italic> mit 61 Treffern, <italic>ich sie</italic> mit 4 Treffern sowie einige Fehltreffer und Abbr&#252;che. Zu ber&#252;cksichtigen ist dabei, dass die orthografische Normalisierung ein automatischer Aufbereitungsschritt ist, der fehlerbehaftet sein kann.</p></fn>
<fn id="n23"><p>In den Annotationen im GWSS-Korpus tragen Metakommentierungen die Bezeichnung &#8222;Diskurskommentierungen&#8220;.</p></fn>
<fn id="n24"><p>Durch die mit dem Suchwerkzeug ZuRecht geschaffenen Abfragem&#246;glichkeiten kann nun im GWSS-Korpus innerhalb der annotierten Metakommentierungen nach den genannten Indikatormerkmalen gesucht werden. Eine Anleitung dazu findet sich auf der Hilfeseite in ZuRecht. Es k&#246;nnen so typische Handlungsrealisierungen abgefragt und im Unterricht thematisiert werden.</p></fn>
<fn id="n25"><p>An dieser Stelle seien f&#252;r einen ersten Eindruck nur drei Beispiele genannt, ausf&#252;hrlicher siehe Wisniewski (<xref ref-type="bibr" rid="B75">im E. b</xref>).</p></fn>
<fn id="n26"><p>Vgl. ausf&#252;hrlicher dazu die Abschnitte 1.1 und 1.2.</p></fn>
<fn id="n27"><p>F&#252;r weitere Informationen vgl. Sauer / L&#252;deling (<xref ref-type="bibr" rid="B59">2016</xref>); der Zugang zum Korpus erfolgt &#252;ber ANNIS (<ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://korpling.german.hu-berlin.de/annis3/#_q=bm9ybQ&amp;_c=QmVNYVRhQ19MMl8zLjA&amp;cl=5&amp;cr=5&amp;s=0&amp;l=10">https://korpling.german.hu-berlin.de/annis3/#_q=bm9ybQ&amp;_c=QmVNYVRhQ19MMl8zLjA&amp;cl=5&amp;cr=5&amp;s=0&amp;l=10</ext-link>, 26.07.2021).</p></fn>
<fn id="n28"><p>Weitere Informationen finden sich bei Hedeland / Schmidt (<xref ref-type="bibr" rid="B35">2012</xref>), der Zugang erfolgt &#252;ber die DGD. Zudem kann HaMaTac mit ZuRecht analysiert werden.</p></fn>
<fn id="n29"><p>Eine Ausnahme bildet hier jedoch die Studie von Karges / Studer / Hicks (<xref ref-type="bibr" rid="B39">im E.</xref>), die m&#252;ndliche L2-Daten aus dem schulischen Kontext der Klassenstufen 8 - 10, die sich auf mittleren bis h&#246;herem Leistungsniveau befinden, analysieren.</p></fn>
<fn id="n30"><p>Es gibt aber durchaus Hinweise darauf, dass sich dom&#228;nenspezifische &#8211; z.B. wissenschaftssprachliche &#8211; m&#252;ndliche Formulierungsroutinen etabliert haben, die sich von den dom&#228;nenbezogenen schriftsprachlichen Routinen unterscheiden; hierzu geh&#246;ren etwa explizite argumentative Positionierungsroutinen des Typs <italic>ich glaub, ich denk, ich mein</italic>, vgl. Fandrych (<xref ref-type="bibr" rid="B21">2021</xref>).</p></fn>
<fn id="n31"><p>Ausf&#252;hrlichere Informationen zu den Daten finden sich in Fandrych et al. (<xref ref-type="bibr" rid="B26">2014</xref>) sowie in Fandrych / Wallner (<xref ref-type="bibr" rid="B29">im E.</xref>). Die L2-Daten wurden an allen genannten Standorten erhoben.</p></fn>
<fn id="n32"><p>Anders als bei den fr&#252;hen Spracherwerbsstufen in L1 und L2 erscheint es uns bei dom&#228;nenspezifischen Sprachkompetenzen, die auch eng mit fachlichen Kompetenzen verbunden sind, angemessener, von &#8218;Aneignung&#8216; statt von &#8218;Erwerb&#8216; zu sprechen, da die mit &#8222;Erwerb&#8220; und &#8222;Erwerbssequenz&#8220; meist verbundenen Annahmen (etwa einer kognitiv pr&#228;disponierten Abfolge von zueinander in einem Inklusionsverh&#228;ltnis stehenden Erwerbsstufen) hier wohl nicht zutrifft (oder zumindest noch nicht nachgewiesen ist).</p></fn>
<fn id="n33"><p>Unterschiede zwischen dem funktionalen und stilistischen Aufbau von Einleitungen in chinesischen und deutschen wissenschaftlichen Vortr&#228;gen haben etwa G&#252;nthner / Zhu (<xref ref-type="bibr" rid="B33">2014</xref>) herausgearbeitet.</p></fn>
<fn id="n34"><p>Des Weiteren muss nat&#252;rlich auch innerhalb der recht breiten Genres &#8222;wissenschaftlicher Vortrag&#8220; und &#8222;studentisches Referat&#8220; nach dem je spezifischen Kontext differenziert werden (Gr&#246;&#223;e der Veranstaltung, Bekanntheitsgrad unter den Teilnehmenden, institutionelle Vorgeschichte &#8211; z.B. vorherige Seminarreferate, Sektionsbeitr&#228;ge etc., thematisch-fachliche Ausrichtung &#8211; z.B. Projektbericht, Grad der theoretischen / methodischen Ausrichtung etc.). Gerade in der Germanistik im nicht-deutschsprachigen Raum finden sich h&#228;ufig auch Lehrveranstaltungen, bei denen fachliche und sprachliche Lernziele miteinander verbunden werden &#8211; in einem solchen Kontext haben dann Referate h&#228;ufig einen weniger starken fachwissenschaftlichen Bezug; vgl. dazu auch Fandrych / Wallner (<xref ref-type="bibr" rid="B29">im E.</xref>).</p></fn>
<fn id="n35"><p>Zu ber&#252;cksichtigen ist hier grunds&#228;tzlich, dass die durchgef&#252;hrte Minimaltranskription nach GAT2 bez&#252;glich der genauen phonetischen Realisierung nicht immer verl&#228;sslich ist. Schon die Qualit&#228;t der Audioaufnahmen ist nicht immer ausreichend f&#252;r eine genaue phonetische Transkription; wichtiger ist aber, dass die Transkriptionskonventionen von GAT2 zwar eine aussprachenahe Verschriftung erm&#246;glichen sollen, aber nicht f&#252;r eine phonetische Analyse konzipiert wurden. Es ist daher mit Variationen bei der Transkription von Ausspracheabweichungen zu rechnen &#8211; die Transkribend/-innen wurden entsprechend der Zielsetzungen des Projekts nicht f&#252;r eine genaue phonetische Transkription geschult. Eine Nutzung des Korpus f&#252;r die Analyse von Ausspracheabweichungen m&#252;sste also die zu untersuchenden Ph&#228;nomene nach M&#246;glichkeit nochmals genauer nachtranskribieren. &#8211; Die hier diskutierten F&#228;lle wurden auf eine angemessene Transkription hin nochmals &#252;berpr&#252;ft, verstehen sich aber zun&#228;chst als erste Hinweise auf einen interessanten Untersuchungsbereich.</p></fn>
<fn id="n36"><p>Bei allen Belegen wurden die Originaltranskriptionsversionen und die normalisierten Versionen beibehalten.</p></fn>
</fn-group>
<ref-list>
<title>Literatur und Ressourcen</title>
<ref id="B1"><mixed-citation publication-type="confproc"><string-name><surname>Alsop</surname>, <given-names>Sian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Nesi</surname>, <given-names>Hilary</given-names></string-name> (<year>2014</year>): <article-title>The pragmatic annotation of a corpus of academic lectures</article-title>. In: <string-name><surname>Calzolari</surname>, <given-names>Nicoletta</given-names></string-name> et al. (Hrsg.): <source>Proceedings of LREC 2014. Ninth International Concerence on Language Resources and Evaluation</source>. <conf-loc>Reykjavik</conf-loc>: <conf-sponsor>European Language Resources Association (ELRA)</conf-sponsor>, 1560&#8211;1563.</mixed-citation></ref>
<ref id="B2"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Auer</surname>, <given-names>Peter</given-names></string-name> (<year>2000</year>): <article-title>On line-Syntax &#8211; Oder: was es bedeuten k&#246;nnte, die Zeitlichkeit der m&#252;ndlichen Sprache ernst zu nehmen</article-title>. In: <source>Sprache und Literatur in Wissenschaft und Unterricht</source> <volume>85</volume>, <fpage>43</fpage>&#8211;<lpage>56</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B3"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Augustin</surname>, <given-names>Hagen</given-names></string-name> (<year>2018</year>): <source>Verschmelzung von Pr&#228;position und Artikel: Eine kontrastive Analyse zum Deutschen und Italienischen</source>. <publisher-loc>Berlin</publisher-loc>: <publisher-name>de Gruyter</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B4"><mixed-citation publication-type="webpage"><string-name><surname>Baur</surname>, <given-names>Benedikt</given-names></string-name> et al. (<year>2014</year>): <article-title>Dokumentation zur Annotation der Diskurskommentierungen</article-title>. <uri>https://gewiss.uni-leipzig.de/fileadmin/documents/Annotationsdokumentation_GeWiss.pdf</uri> (15.07.2021)</mixed-citation></ref>
<ref id="B5"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Bei&#223;wenger</surname>, <given-names>Michael</given-names></string-name> / <string-name><surname>Storrer</surname>, <given-names>Angelika</given-names></string-name> (<year>2011</year>): <article-title>Digitale Sprachressourcen in Lehramtsstudieng&#228;ngen: Kompetenzen &#8211; Erfahrungen &#8211; Desiderate</article-title>. In: <source>Journal for Language Technology and Computational Linguistics</source> <volume>26</volume>: <issue>1</issue>, <fpage>119</fpage>&#8211;<lpage>139</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B6"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Belz</surname>, <given-names>Malte</given-names></string-name> (<year>2013</year>): <source>Disfluencies und Reparaturen bei Muttersprachlern und Lernern - eine kontrastive Analyse</source>. <publisher-loc>Berlin</publisher-loc>: <publisher-name>Humboldt-Universit&#228;t zu Berlin</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B7"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Belz</surname>, <given-names>Malte</given-names></string-name> et al. (<year>2017</year>): <article-title>Fluently disfluent? Pauses and Repairs of Advanced Learners and Native Speakers of German</article-title>. In: <source>International Journal of Learner Corpus Research</source> <volume>3</volume>: <issue>2</issue>, <fpage>118</fpage>&#8211;<lpage>148</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B8"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Belz</surname>, <given-names>Malte</given-names></string-name> / <string-name><surname>Odebrecht</surname>, <given-names>Carolin</given-names></string-name> (im E.): <chapter-title>Abschnittsweise Analyse sprachlicher Fl&#252;ssigkeit in der Lernersprache: Das Ganze ist weniger informativ als seine Teile</chapter-title>. In: <source>Zeitschrift f&#252;r germanistische Linguistik</source>. <publisher-loc>Themenheft</publisher-loc>: <publisher-name>Gesprochene Lernerkorpora des Deutschen</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B9"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Bies</surname>, <given-names>Andrea</given-names></string-name> (<year>2020</year>): <article-title>WG-Castings im DaF-Unterricht</article-title>. In: <source>Deutsch als Fremdsprache</source> <volume>57</volume>: <issue>2</issue>, <fpage>88</fpage>&#8211;<lpage>101</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B10"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Butterworth</surname>, <given-names>Judith</given-names></string-name> / <string-name><surname>Hahn</surname>, <given-names>Nadine</given-names></string-name> / <string-name><surname>Schneider</surname>, <given-names>Jan Georg</given-names></string-name> (<year>2018</year>): <chapter-title>Gesprochener Standard, da gibt es viel zu zu sagen</chapter-title>. In: <string-name><surname>Albert</surname>, <given-names>Georg</given-names></string-name> / <string-name><surname>Diao-Klaeger</surname>, <given-names>Sabine</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>M&#252;ndlicher Sprachgebrauch zwischen Normorientierung und pragmatischen Spielr&#228;umen</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Stauffenburg</publisher-name> (= Stauffenburg Linguistik 101), <fpage>3</fpage>&#8211;<lpage>24</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B11"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Callies</surname>, <given-names>Marcus</given-names></string-name> (<year>2019</year>): <chapter-title>Integrating corpus literacy into language teacher education</chapter-title>. In: <string-name><surname>G&#246;tz</surname>, <given-names>Sandra</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Mukherjee</surname>, <given-names>Joybrato</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Learner corpora and language teaching</source>. <publisher-loc>Amsterdam</publisher-loc>: <publisher-name>Benjamins</publisher-name>, <fpage>245</fpage>&#8211;<lpage>263</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B12"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Cohen</surname>, <given-names>Jacob</given-names></string-name> (<year>1988</year>): <source>Statistical Power Analysis for the Behavioral Sciences</source>. <publisher-loc>New York</publisher-loc>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B13"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Deppermann</surname>, <given-names>Arnulf</given-names></string-name> / <string-name><surname>Hartung</surname>, <given-names>Martin</given-names></string-name> (<year>2012</year>): <chapter-title>Was geh&#246;rt in ein nationales Gespr&#228;chskorpus? Kriterien, Probleme und Priorit&#228;ten der Stratifikation des &#39;Forschungs- und Lehrkorpus Gesprochenes Deutsch&#39; (FOLK) am Institut f&#252;r Deutsche Sprache (Mannheim)</chapter-title>. In: <string-name><surname>Felder</surname>, <given-names>Ekkehard</given-names></string-name> / <string-name><surname>M&#252;ller</surname>, <given-names>Marcus</given-names></string-name> / <string-name><surname>Vogel</surname>, <given-names>Friedemann</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Korpuspragmatik. Thematische Korpora als Basis diskurslinguistischer Analysen</source>. <publisher-loc>Berlin</publisher-loc>: <publisher-name>de Gruyter</publisher-name>, <fpage>414</fpage>&#8211;<lpage>450</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B14"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Dietz</surname>, <given-names>Gunther</given-names></string-name> (<year>2017</year>). <chapter-title>Mentale Prozesse beim mutter- und fremdsprachlichen H&#246;ren und Konsequenzen f&#252;r die H&#246;rverstehensdidaktik</chapter-title>. In: <string-name><surname>Di Venanzio</surname>, <given-names>Laura</given-names></string-name> / <string-name><surname>Lammers</surname>, <given-names>Ina</given-names></string-name> / <string-name><surname>Roll</surname>, <given-names>Heike</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>DaZu und DaF&#252;r - neue Perspektiven f&#252;r das Fach Deutsch als Zweit- und Fremdsprache zwischen Fl&#252;chtlingsintegration und weltweitem Bedarf: 43. Jahrestagung des Fachverbandes Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universit&#228;t Duisburg-Essen 2016</source>. <publisher-loc>G&#246;ttingen</publisher-loc>: <publisher-name>Universit&#228;tsverlag G&#246;ttingen</publisher-name>, <fpage>97</fpage>&#8211;<lpage>116</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B15"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Dietz</surname>, <given-names>Gunther</given-names></string-name> (<year>2021a</year>): <article-title>Fremdsprachliches H&#246;rverstehen: Schw&#228;chen der traditionellen H&#246;rverstehensdidaktik &#8211; Perspektiven der Vermittlung f&#252;r Deutsch als Fremdsprache</article-title>. In: <source>Deutsch als Fremdsprache</source> <volume>58</volume>: <issue>2</issue>, <fpage>67</fpage>&#8211;<lpage>75</lpage></mixed-citation></ref>
<ref id="B16"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Dietz</surname>, <given-names>Gunther</given-names></string-name> (<year>2021b</year>): <article-title>Authentische H&#246;rmaterialien im DaZ-/DaF-Unterricht &#8211; Korpora gesprochener Sprache als Fundgrube f&#252;r die Erstellung von Mikro-H&#246;raufgaben</article-title>. In: <source>Korpora Deutsch als Fremdsprache</source> <volume>1</volume>: <issue>1</issue>, <fpage>97</fpage>&#8211;<lpage>123</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B17"><mixed-citation publication-type="book"><collab>Duden Grammatik</collab> (<year>2009</year>) = <string-name><surname>Eisenberg</surname>, <given-names>Peter</given-names></string-name> / <string-name><surname>Kunkel-Razum</surname>, <given-names>Kathrin</given-names></string-name> / <string-name><surname>M&#252;nzberg</surname>, <given-names>Franziska</given-names></string-name> (2009): <source>Duden - Die Grammatik: Unentbehrlich f&#252;r richtiges Deutsch</source>; <edition>8</edition>., &#252;berarb. Aufl. <publisher-loc>Mannheim</publisher-loc>: <publisher-name>Dudenverl</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B18"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Ellis</surname>, <given-names>Nick</given-names></string-name> (<year>2017</year>): <article-title>Cognition, Corpora, and Computing: Triangulating Research in Usage-Based Language Learning</article-title>. In: <source>Language Learning</source> <volume>67</volume>: <issue>1</issue>, <fpage>40</fpage>&#8211;<lpage>65</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B19"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Ender</surname>, <given-names>Andrea</given-names></string-name> / <string-name><surname>Kaiser</surname>, <given-names>Irmtraud</given-names></string-name> (<year>2020</year>): <chapter-title>Fressen oder gefressen werden? Rezeptive bildungssprachliche Kompetenzen bei ein-und mehrsprachigen Jugendlichen der Sekundarstufe</chapter-title>. In: <string-name><surname>Langlotz</surname>, <given-names>Miriam</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Grammatikdidaktik &#8211; theoretische und empirische Zug&#228;nge zu sprachlicher Heterogenit&#228;t</source>. <publisher-loc>Baltmannsweiler</publisher-loc>: <publisher-name>Schneider Verlag Hohengehren</publisher-name>, <fpage>117</fpage>&#8211;<lpage>144</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B20"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> (<year>2014</year>): <chapter-title>Metakommentierungen in wissenschaftlichen Vortr&#228;gen</chapter-title>. In: <string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> / <string-name><surname>Slavcheva</surname>, <given-names>Adriana</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Gesprochene Wissenschaftssprache: Korpusmethodische Fragen und empirische Analysen</source>. <publisher-loc>Heidelberg</publisher-loc>: <publisher-name>Synchron</publisher-name>, <fpage>95</fpage>&#8211;<lpage>111</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B21"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> (<year>2021</year>): <chapter-title>Ich denke die Indizien sind eindeutig &#8230;: Positionierungshandlungen als spezifisch m&#252;ndliche Ph&#228;nomene in wissenschaftlichen Vortr&#228;gen</chapter-title>. In: <string-name><surname>G&#252;nthner</surname>, <given-names>Susanne</given-names></string-name> / <string-name><surname>Schopf</surname>, <given-names>Juliane</given-names></string-name> / <string-name><surname>Weidner</surname>, <given-names>Beate</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Gesprochene Sprache in der kommunikativen Praxis. Analysen authentischer Alltagssprache und ihr Einsatz im DaF-Unterricht</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Stauffenburg</publisher-name>, <fpage>219</fpage>&#8211;<lpage>245</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B25"><mixed-citation publication-type="confproc"><string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> et al. (<year>2016</year>): <article-title>User, who art thou? User Profiling for Oral Corpus Platforms</article-title>. In: <string-name><given-names>Nicoletta</given-names> <surname>Calzolari</surname></string-name> et al. (Hrsg.): <source>Proceedings of the Tenth International Conference on Language Resources and Evaluation (LREC 2016), Portoro&#382;, Slovenia</source>. <conf-loc>Paris</conf-loc>: <conf-sponsor>European Language Resources Association (ELRA)</conf-sponsor>, <fpage>280</fpage>&#8211;<lpage>287</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B22"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> et al. (im E.): <chapter-title>ZuMult: Neue Zugangswege zu Korpora gesprochener Sprache</chapter-title>. In: <string-name><surname>K&#228;mper</surname>, <given-names>Heidrun</given-names></string-name> et al. (Hrsg.): <source>Sprache in Politik und Gesellschaft: Perspektiven und Zug&#228;nge</source>. Jahrbuch des Instituts f&#252;r Deutsche Sprache 2021. <publisher-loc>Berlin etc.</publisher-loc>: <publisher-name>de Gruyter</publisher-name></mixed-citation></ref>
<ref id="B26"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> / <string-name><surname>Slavcheva</surname>, <given-names>Adriana</given-names></string-name> (Hrsg.) (<year>2014</year>): <source>Gesprochene Wissenschaftssprache: Korpusmethodische Fragen und empirische Analysen</source>. <publisher-loc>Heidelberg</publisher-loc>: <publisher-name>Synchron-Verlag</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B27"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> / <string-name><surname>Wallner</surname>, <given-names>Franziska</given-names></string-name> (Hrsg.) (<year>2017</year>): <source>Gesprochene Wissenschaftssprache &#8211; digital. Verfahren zur Annotation und Analyse m&#252;ndlicher Korpora</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Stauffenburg</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B24"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> / <string-name><surname>Wallner</surname>, <given-names>Franziska</given-names></string-name> (<year>2018</year>): <article-title>Das Potenzial m&#252;ndlicher Korpora f&#252;r die Sprachdidaktik: Das Beispiel GeWiss</article-title>. In: <source>Deutsch als Fremdsprache</source> <volume>55</volume>: <issue>1</issue>, <fpage>3</fpage>&#8211;<lpage>13</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B23"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Schwendemann</surname>, <given-names>Matthias</given-names></string-name> / <string-name><surname>Wallner</surname>, <given-names>Franziska</given-names></string-name> (2021): <article-title>&#8222;Ich brauch da dringend ein passendes Beispiel &#8230;&#8220;: Sprachdidaktisch orientierte Zugriffsm&#246;glichkeiten auf Korpora der gesprochenen Sprache aus dem Projekt ZuMult</article-title>. In: <source>Informationen Deutsch als Fremdsprache</source> <volume>50</volume>: <fpage>6</fpage>, <fpage>711</fpage>&#8211;<lpage>729</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B28"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Thurmair</surname>, <given-names>Maria</given-names></string-name> (<year>2021</year>): <source>Grammatik im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Grundlagen und Vermittlung</source>. <publisher-loc>Berlin</publisher-loc>: <publisher-name>Erich Schmidt Verlag</publisher-name> (2. Auflage).</mixed-citation></ref>
<ref id="B29"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Wallner</surname>, <given-names>Franziska</given-names></string-name> (im E.): <chapter-title>Funktionale und stilistische Merkmale gesprochener fortgeschrittener Lerner:innensprache: Methodische und konzeptionelle &#220;berlegungen am Beispiel von GeWiss</chapter-title>. In: <source>Zeitschrift f&#252;r germanistische Linguistik</source>. <publisher-loc>Themenheft</publisher-loc>: <publisher-name>Gesprochene Lernerkorpora des Deutschen</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B30"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Felder</surname>, <given-names>Ekkehard</given-names></string-name> / <string-name><surname>M&#252;ller</surname>, <given-names>Marcus</given-names></string-name> / <string-name><surname>Vogel</surname>, <given-names>Friedemann</given-names></string-name> (<year>2012</year>): <chapter-title>Korpuspragmatik. Paradigma zwischen Handlung, Gesellschaft und Kognition</chapter-title>. In: <string-name><surname>Felder</surname>, <given-names>Ekkehard</given-names></string-name> / <string-name><surname>M&#252;ller</surname>, <given-names>Marcus</given-names></string-name> / <string-name><surname>Vogel</surname>, <given-names>Friedemann</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Korpuspragmatik. Thematische Korpora als Basis diskurslinguistischer Analyse</source>. <publisher-loc>Berlin</publisher-loc>: <publisher-name>de Gruyter</publisher-name>, <fpage>3</fpage>&#8211;<lpage>32</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B31"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Glaboniat</surname>, <given-names>Manuela</given-names></string-name> et al. (<year>2005</year>): <source>Profile Deutsch. Gemeinsamer europ&#228;ischer Referenzrahmen. Lernzielbestimmungen, Kannbeschreibungen, kommunikative Mittel, Niveau A1-A2, B1-B2, C1-C2</source>. <publisher-loc>Berlin</publisher-loc>: <publisher-name>Klett</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B32"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>G&#252;nthner</surname>, <given-names>Susanne</given-names></string-name> / <string-name><surname>Wegner</surname>, <given-names>Lars</given-names></string-name> / <string-name><surname>Weidner</surname>, <given-names>Beate</given-names></string-name> (<year>2013</year>): <chapter-title>Gesprochene Sprache im DaF-Unterricht - M&#246;glichkeit der Vernetzung der Gesprochene-Sprache-Forschung mit der Fremdsprachenvermittlung</chapter-title>. In: <string-name><surname>Moraldo</surname>, <given-names>Sandro</given-names></string-name> / <string-name><surname>Missaglia</surname>, <given-names>Federica</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Gesprochene Sprache im DaF-Unterricht. Grundlagen &#8211;Ans&#228;tze &#8211; Praxis</source>. <publisher-loc>Heidelberg</publisher-loc>: <publisher-name>Winter</publisher-name>, <fpage>113</fpage>&#8211;<lpage>150</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B33"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>G&#252;nthner</surname>, <given-names>Susanne</given-names></string-name> / <string-name><surname>Zhu</surname>, <given-names>Qiang</given-names></string-name> (<year>2014</year>): <chapter-title>Wissenschaftsgattungen im Kulturvergleich - Analysen von Er&#246;ffnungssequenzen chinesischer und deutscher Konferenzvortr&#228;ge</chapter-title>. In: <string-name><surname>Meier</surname>, <given-names>Simon</given-names></string-name> / <string-name><surname>Rellstab</surname>, <given-names>Daniel</given-names></string-name> / <string-name><surname>Schiewer</surname>, <given-names>Gesine</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Dialog und (Inter-)Kulturalit&#228;t</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Narr</publisher-name>, <fpage>175</fpage>&#8211;<lpage>196</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B34"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Gutzmann</surname>, <given-names>Daniel</given-names></string-name> / <string-name><surname>Turgay</surname>, <given-names>Katharina</given-names></string-name> (<year>2016</year>): <article-title>Zur Stellung von Modalpartikeln in der gesprochenen Sprache</article-title>. In: <source>Deutsche Sprache</source> <volume>44</volume>: <issue>2</issue>, <fpage>97</fpage>&#8211;<lpage>122</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B35"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Hedeland</surname>, <given-names>Hanna</given-names></string-name> / <string-name><surname>Schmidt</surname>, <given-names>Thomas</given-names></string-name> (<year>2012</year>): <chapter-title>Technological and methodological challenges in creating, annotating and sharing a learner corpus of spoken German</chapter-title>. In: <string-name><surname>Schmidt</surname>, <given-names>Thomas</given-names></string-name> / <string-name><surname>W&#246;rner</surname>, <given-names>Kai</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Multilingual Corpora and Multilingual Corpus Analysis</source>. (= Hamburg Studies on Multilingualism 14). <publisher-loc>Amsterdam</publisher-loc>: <publisher-name>Benjamins</publisher-name>, 2012. <fpage>25</fpage>&#8211;<lpage>46</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B36"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Imo</surname>, <given-names>Wolfgang</given-names></string-name> / <string-name><surname>Weidner</surname>, <given-names>Beate</given-names></string-name> (<year>2018</year>): <chapter-title>M&#252;ndliche Korpora im DaF- und DaZ-Unterricht</chapter-title>. In: <string-name><surname>Schmidt</surname>, <given-names>Thomas</given-names></string-name> / <string-name><surname>Kupietz</surname>, <given-names>Marc</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Korpora in der Linguistik</source>. <publisher-loc>Berlin</publisher-loc>: <publisher-name>de Gruyter</publisher-name>, <fpage>231</fpage>&#8211;<lpage>251</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B37"><mixed-citation publication-type="webpage"><string-name><surname>Kaiser</surname>, <given-names>Julia</given-names></string-name> (<year>2018</year>): <article-title>Zur Stratifikation des FOLK-Korpus: Konzeption und Strategien</article-title>. In: <source>Gespr&#228;chsforschung - Online-Zeitschrift zur verbalen Interaktion</source> <volume>19</volume>, <fpage>515</fpage>&#8211;<lpage>552</lpage>. <uri>http://www.gespraechsforschung-online.de/fileadmin/dateien/heft2018/px-kaiser.pdf</uri> (15.07.2021).</mixed-citation></ref>
<ref id="B38"><mixed-citation publication-type="webpage"><string-name><surname>Kaiser</surname>, <given-names>Julia</given-names></string-name> / <string-name><surname>Schedl</surname>, <given-names>Evi</given-names></string-name> (<year>2021</year>): <article-title>Das Forschungs- und Lehrkorpus Gesprochenes Deutsch als Ressource f&#252;r den handlungsorientierten DaF-Unterricht &#8211; Potentiale und Herausforderungen</article-title>. In: <source>Zeitschrift f&#252;r Interkulturellen Fremdsprachenunterricht</source> <volume>26</volume>: <issue>1</issue>, <fpage>45</fpage>&#8211;<lpage>83</lpage>. <uri>http://tujournals.ulb.tu-darmstadt.de/index.php/zif</uri> (15.07.2021)</mixed-citation></ref>
<ref id="B39"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Karges</surname>, <given-names>Katharina</given-names></string-name> / <string-name><surname>Studer</surname>, <given-names>Thomas</given-names></string-name> / <string-name><surname>Hicks</surname>, <given-names>Nina Selina</given-names></string-name> (im E.): <chapter-title>Lernersprache, Aufgabe und Modalit&#228;t: Beobachtungen zu Texten aus dem Schweizer Lernerkorpus SWIKO</chapter-title>. In: <source>Zeitschrift f&#252;r germanistische Linguistik</source>. <publisher-loc>Themenheft</publisher-loc>: <publisher-name>Gesprochene Lernerkorpora des Deutschen</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B40"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Lanwer</surname>, <given-names>Jens Philipp</given-names></string-name> (<year>2015</year>): <chapter-title>Aber da ham wi son b&#228;renstarken Pernot gekriegt. Zur didaktischen Relevanz des Unterschiedes zwischen Aus- und Alltagssprache</chapter-title>. In: <string-name><surname>Imo</surname>, <given-names>Wolfgang</given-names></string-name> / <string-name><surname>Moraldo</surname>, <given-names>Sandro M.</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Interaktionale Sprache und ihre Didaktisierung im DaF-Unterricht</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Stauffenburg</publisher-name>, <fpage>83</fpage>&#8211;<lpage>112</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B42"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Lanwer</surname>, <given-names>Jens Philipp</given-names></string-name> / <string-name><surname>Schopf</surname>, <given-names>Juliane</given-names></string-name> (<year>2021</year>): <article-title>&#8222;H&#246;lzernes Deutsch&#8220; im DaF-Unterricht. Zum Zusammenhang von phonologischer und konversationeller Kompetenz</article-title>. In: <source>Deutsch als Fremdsprache</source> <volume>58</volume>: <issue>1</issue>, <fpage>16</fpage>&#8211;<lpage>24</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B43"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Laver</surname>, <given-names>John</given-names></string-name> (<year>1994</year>): <source>Principles of Phonetics</source>. <publisher-loc>Cambridge</publisher-loc>: <publisher-name>Cambridge University Press</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B44"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Lenort</surname>, <given-names>Lisa</given-names></string-name> / <string-name><surname>Pohle</surname>, <given-names>Anna</given-names></string-name> / <string-name><surname>Sakhno</surname>, <given-names>Anna</given-names></string-name> (im E.): <article-title>Zur Verschmelzung von Pr&#228;position und bestimmtem Artikel im gesprochenen Deutsch</article-title>. In: <source>Deutsch als Fremdsprache</source> <volume>59</volume>: <issue>1</issue>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B45"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> (<year>2016</year>): <chapter-title>Die Realisierung m&#252;ndlicher wissenschaftssprachlicher Handlungen im Deutschen als L1 und L2: Eine gebrauchsbasierte Analyse</chapter-title>. In: <string-name><surname>Kontutyt&#279;</surname>, <given-names>Egl&#279;</given-names></string-name> / <string-name><surname>&#381;eimantien&#279;</surname>, <given-names>Vaiva</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Sprache in der Wissenschaft. Germanistische Einblicke</source>. <publisher-loc>Frankfurt a.M.</publisher-loc>: <publisher-name>Peter Lang</publisher-name> (Duisburger Arbeiten zur Sprach- und Kulturwissenschaft, 111), <fpage>175</fpage>&#8211;<lpage>187</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B46"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> (<year>2017</year>): <chapter-title>Gute Kandidaten. Ein Ansatz zur automatischen Ermittlung von Belegen f&#252;r sprachliche Handlungen auf der Basis manueller pragmatischer Annotation</chapter-title>. In: <string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> / <string-name><surname>Wallner</surname>, <given-names>Franziska</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Gesprochene Wissenschaftssprache &#8211; digital. Verfahren zur Annotation und Analyse m&#252;ndlicher Korpora</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Stauffenburg</publisher-name>, <fpage>165</fpage>&#8211;<lpage>213</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B47"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> (im E.): <chapter-title>Indikatormerkmale in metakommentierenden Sprechhandlungen thematisch strukturierter Interaktionen: Eine korpuspragmatische Untersuchung zur Beziehung zwischen Funktion und Form</chapter-title>. Erscheint in: <string-name><surname>B&#252;low</surname>, <given-names>Lars</given-names></string-name> et al. (Hrsg.): <source>Digitale Pragmatik</source>. <publisher-loc>Stuttgart</publisher-loc>: <publisher-name>Metzler (= Digital Linguistics)</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B48"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> / <string-name><surname>Wallner</surname>, <given-names>Franziska</given-names></string-name> (im E.): <chapter-title>Korpora gesprochener Sprache als virtuelle Lernr&#228;ume der M&#252;ndlichkeitsdidaktik: Affordanzen eines au&#223;erunterrichtlichen Sprachlernsettings</chapter-title>. Erscheint in: <string-name><surname>Feick</surname>, <given-names>Diana</given-names></string-name> / <string-name><surname>Rymarczyk</surname>, <given-names>Jutta</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Fremdsprachenunterricht im virtuellen Raum</source>. <publisher-name>Peter Lang</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B49"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Meliss</surname>, <given-names>Meike</given-names></string-name> (<year>2021</year>): <article-title>Die LeGeDe-Ressource: korpusbasierte lexikografische Einblicke und anwendungsorientierte Ausblicke</article-title>. In: <source>Deutsch als Fremdsprache</source> <volume>58</volume>: <issue>1</issue>, <fpage>3</fpage>&#8211;<lpage>15</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B50"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Moraldo</surname>, <given-names>Sandro</given-names></string-name> / <string-name><surname>Missaglia</surname>, <given-names>Federica</given-names></string-name> (<year>2013</year>) (Hrsg.): <source>Gesprochene Sprache im DaF-Unterricht. Grundlagen &#8211;Ans&#228;tze &#8211; Praxis</source>. <publisher-loc>Heidelberg</publisher-loc>: <publisher-name>Winter</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B51"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Pallotti</surname>, <given-names>Gabriele</given-names></string-name> (<year>2019</year>): <article-title>An Approach to Assessing the Linguistic Difficulty of Tasks</article-title>. In: <source>Journal of the European Second Language Association</source>, <volume>3</volume>:<issue>1</issue>, <fpage>58</fpage>&#8211;<lpage>70</lpage>. <pub-id pub-id-type="doi">10.22599/jesla.61</pub-id> (15.07.2021).</mixed-citation></ref>
<ref id="B52"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Petkova-Kessanlis</surname>, <given-names>Mikaela</given-names></string-name> (<year>2014</year>): <chapter-title>Grade sprachlicher Formelhaftigkeit bei der Realisierung der Textsorte &#8218;Studentisches Referat&#8216; in der Fremdsprache Deutsch</chapter-title>. In: <string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> / <string-name><surname>Slavcheva</surname>, <given-names>Adriana</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Gesprochene Wissenschaftssprache: Korpusmethodische Fragen und empirische Analysen</source>. <publisher-loc>Heidelberg</publisher-loc>: <publisher-name>Synchron</publisher-name>, <fpage>177</fpage>&#8211;<lpage>192</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B53"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Reershemius</surname>, <given-names>Gertrud</given-names></string-name> / <string-name><surname>Lange</surname>, <given-names>Daisy</given-names></string-name> (<year>2014</year>): <chapter-title>Sprachkontakt in der m&#252;ndlichen Wissenschaftskommunikation</chapter-title>. In: <string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> / <string-name><surname>Slavcheva</surname>, <given-names>Adriana</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Gesprochene Wissenschaftssprache: Korpusmethodische Fragen und empirische Analysen</source>. <publisher-loc>Heidelberg</publisher-loc>: <publisher-name>Synchron</publisher-name>, <fpage>57</fpage>&#8211;<lpage>74</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B54"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>R&#246;mer</surname>, <given-names>Ute</given-names></string-name> (<year>2011</year>): <article-title>Corpus research applications in second language teaching</article-title>. In: <source>Annual Review of Applied Linguistics</source> <volume>31</volume>, <fpage>205</fpage>&#8211;<lpage>225</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B55"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>R&#246;sler</surname>, <given-names>Dietmar</given-names></string-name> (<year>2016</year>): <article-title>N&#228;he und Distanz zur M&#252;ndlichkeit in der fremdsprachendidaktischen Diskussion. Versuch einer Ann&#228;herung</article-title>. In: <source>Deutsch als Fremdsprache</source> <volume>53</volume>: <issue>3</issue>, <fpage>135</fpage>&#8211;<lpage>149</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B56"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>R&#252;hlemann</surname>, <given-names>Christoph</given-names></string-name> (<year>2010</year>): <chapter-title>What can the corpus tell us about pragmatics?</chapter-title> In: <string-name><surname>O&#39;Keeffe</surname>, <given-names>Anne</given-names></string-name> / <string-name><surname>McCarthy</surname>, <given-names>Michael</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>The Routledge handbook of corpus linguistics</source>. <publisher-loc>London</publisher-loc>: <publisher-name>Routledge</publisher-name>, <fpage>288</fpage>&#8211;<lpage>301</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B57"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Salzmann</surname>, <given-names>Katharina</given-names></string-name> (<year>2017</year>): <source>Expansionen in der deutschen und italienischen Wissenschaftssprache. Kontrastive Korpusanalyse und sprachdidaktische &#220;berlegungen</source>. <publisher-loc>Berlin</publisher-loc>: <publisher-name>Erich Schmidt Verlag</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B58"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Sadowski</surname>, <given-names>Sabrina</given-names></string-name> (<year>2017</year>): <chapter-title>Die Annotation von Zitaten und Verweisen im GeWiss-Korpus</chapter-title>. In: <string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> / <string-name><surname>Wallner</surname>, <given-names>Franziska</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Gesprochene Wissenschaftssprache &#8211; digital. Verfahren zur Annotation und Analyse m&#252;ndlicher Korpora</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Stauffenburg</publisher-name>, <fpage>143</fpage>&#8211;<lpage>163</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B59"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Sauer</surname>, <given-names>Simon</given-names></string-name> / <string-name><surname>L&#252;deling</surname>, <given-names>Anke</given-names></string-name> (<year>2016</year>): <article-title>Flexible Multi-Layer Spoken Dialogue Corpora</article-title>. In: <source>International Journal of Corpus Linguistics</source> <volume>21</volume>: <issue>3</issue>, Special Issue on Spoken Corpora, <fpage>419</fpage>&#8211;<lpage>438</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B60"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Scharloth</surname>, <given-names>Joachim</given-names></string-name> / <string-name><surname>Bubenhofer</surname>, <given-names>Noah</given-names></string-name> (<year>2012</year>): <chapter-title>Datengeleitete Korpuspragmatik. Korpusvergleiche als Mittel der Stilanalyse</chapter-title>. In: <string-name><surname>Felder</surname>, <given-names>Ekkehard</given-names></string-name> / <string-name><surname>M&#252;ller</surname>, <given-names>Marcus</given-names></string-name> / <string-name><surname>Vogel</surname>, <given-names>Friedemann</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Korpuspragmatik. Thematische Korpora als Basis diskurslinguistischer Analyse</source>. <publisher-loc>Berlin</publisher-loc>: <publisher-name>de Gruyter</publisher-name>, <fpage>195</fpage>&#8211;<lpage>230</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B61"><mixed-citation publication-type="webpage"><string-name><surname>Schmidt</surname>, <given-names>Thomas</given-names></string-name> (<year>2014</year>): <article-title>Gespr&#228;chskorpora und Gespr&#228;chsdatenbanken am Beispiel von FOLK und DGD</article-title>. In: <source>Gespr&#228;chsforschung - Online-Zeitschrift zur verbalen Interaktion</source> <volume>15</volume>, <fpage>196</fpage>&#8211;<lpage>233</lpage>. <uri>http://www.gespraechsforschung-ozs.de/fileadmin/dateien/heft2014/px-schmidt.pdf</uri> (15.07.2021).</mixed-citation></ref>
<ref id="B62"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Schmidt</surname>, <given-names>Thomas</given-names></string-name> (<year>2018</year>): <chapter-title>Gespr&#228;chskorpora</chapter-title>. In: <string-name><surname>Kupietz</surname>, <given-names>Marc</given-names></string-name> / <string-name><surname>Schmidt</surname>, <given-names>Thomas</given-names></string-name> (Hrsg.) (2018): <source>Korpuslinguistik</source>. (=Germanistische Sprachwissenschaft um 2020, Bd. 5). <publisher-loc>Berlin / Boston</publisher-loc>: <publisher-name>de Gruyter</publisher-name>, <fpage>209</fpage>&#8211;<lpage>230</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B63"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Schneider</surname>, <given-names>Jan Georg</given-names></string-name> / <string-name><given-names>Judith</given-names> <surname>Butterworth</surname></string-name> / <string-name><given-names>Nadine</given-names> <surname>Hahn</surname></string-name> (<year>2018</year>): <source>Gesprochener Standard in syntaktischer Perspektive. Theoretische Grundlagen &#8211; Empirie &#8211; didaktische Konsequenzen</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc> : <publisher-name>Stauffenburg (= Stauffenburg Linguistik 99)</publisher-name> [Projekt-Publikation zum DFG-Projekt &#8222;Gesprochener Standard&#8220;].</mixed-citation></ref>
<ref id="B64"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Schneider</surname>, <given-names>Jan Georg</given-names></string-name> (<year>2020</year>): <article-title>Sprechen die meisten Deutschen grammatisch nicht korrekt? Das DFG-Projekt &#8222;Gesprochener Standard&#8220; und seine Bedeutung f&#252;r den DaF-Unterricht</article-title>. In: <source>Deutsch als Fremdsprache</source> <volume>57</volume>: <issue>4</issue>, <fpage>206</fpage>&#8211;<lpage>218</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B65"><mixed-citation publication-type="webpage"><string-name><surname>Selting</surname>, <given-names>Margret</given-names></string-name> et al. (<year>2009</year>): <article-title>Gespr&#228;chsanalytisches Transkriptionssystem 2 (GAT 2)</article-title>. In: <source>Gespr&#228;chsforschung: Online-Zeitschrift zur verbalen Interaktion</source> <volume>10</volume>, <fpage>353</fpage>&#8211;<lpage>402</lpage>. <uri>http://www.gespraechsforschung-ozs.de/heft2009/px-gat2.pdf</uri> (15.07.2021).</mixed-citation></ref>
<ref id="B66"><mixed-citation publication-type="webpage"><string-name><surname>Slavcheva</surname>, <given-names>Adriana</given-names></string-name> (<year>2018</year>): <article-title>Zum Konnektorengebrauch in der gesprochenen Wissenschaftssprache Deutsch durch fortgeschrittene Lerner/innen</article-title>. In: <source>Moderna spr&#229;k</source> <volume>112</volume>: <issue>1</issue>, <fpage>84</fpage>&#8211;<lpage>105</lpage>, <uri>http://ojs.ub.gu.se/ojs/index.php/modernasprak/article/view/4347/</uri> 3509 (15.07.2021).</mixed-citation></ref>
<ref id="B67"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Slavcheva</surname>, <given-names>Adriana</given-names></string-name> / <string-name><given-names>Cordula</given-names> <surname>Mei&#223;ner</surname></string-name> (<year>2014</year>): <chapter-title>Also und so in wissenschaftlichen Vortr&#228;gen</chapter-title>. In: <string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> / <string-name><surname>Slavcheva</surname>, <given-names>Adriana</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Gesprochene Wissenschaftssprache: Korpusmethodische Fragen und empirische Analysen</source>. <publisher-loc>Heidelberg</publisher-loc>: <publisher-name>Synchron</publisher-name>, <fpage>113</fpage>&#8211;<lpage>132</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B68"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Steinhoff</surname>, <given-names>Torsten</given-names></string-name> (<year>2007</year>): <source>Wissenschaftliche Textkompetenz. Sprachgebrauch und Schreibentwicklung in wissenschaftlichen Texten von Studenten und Experten</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Niemeyer</publisher-name></mixed-citation></ref>
<ref id="B69"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Trouvain</surname>, <given-names>J&#252;rgen</given-names></string-name> (im E.): <chapter-title>Das IFCASL-Korpus als phonetisches Lernerkorpus</chapter-title>. In: <source>Zeitschrift f&#252;r germanistische Linguistik</source>. <publisher-loc>Themenheft</publisher-loc>: <publisher-name>Gesprochene Lernerkorpora des Deutschen</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B70"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Wallner</surname>, <given-names>Franziska</given-names></string-name> (<year>2016</year>): <chapter-title>Diskursmarker in wissenschaftlichen Vortr&#228;gen</chapter-title>. In: <string-name><surname>Kontutyt&#279;</surname>, <given-names>Egl&#279;</given-names></string-name> / <string-name><surname>&#381;eimantien&#279;</surname>, <given-names>Vaiva</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Sprache in der Wissenschaft. Germanistische Einblicke</source> [= Duisburger Arbeiten zur Sprach- und Kulturwissenschaft 111]. <publisher-loc>Frankfurt a. M.</publisher-loc>: <publisher-name>Peter Lang</publisher-name>, <fpage>189</fpage>&#8211;<lpage>204</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B71"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Wallner</surname>, <given-names>Franziska</given-names></string-name> (<year>2017</year>): <chapter-title>Diskursmarker funktional. Eine quantitativ-qualitative Beschreibung annotierter Diskursmarker im GeWiss-Korpus</chapter-title>. In: <string-name><surname>Fandrych</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> / <string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Cordula</given-names></string-name> / <string-name><surname>Wallner</surname>, <given-names>Franziska</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Gesprochene Wissenschaftssprache &#8211; digital. Verfahren zur Annotation und Analyse m&#252;ndlicher Korpora</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Stauffenburg</publisher-name>, <fpage>107</fpage>&#8211;<lpage>122</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B72"><mixed-citation publication-type="confproc"><string-name><surname>Westpfahl</surname>, <given-names>Swantje</given-names></string-name> / <string-name><surname>Schmidt</surname>, <given-names>Thomas</given-names></string-name> (<year>2016</year>): <article-title>FOLK-Gold &#8211; A GOLD standard for Part-of-Speech-Tagging of Spoken German</article-title>. In: <string-name><given-names>Nicoletta</given-names> <surname>Calzolari</surname></string-name> et al. (Hrsg.): <source>Proceedings of the Tenth International Conference on Language Resources and Evaluation (LREC 2016), Portoro&#382;, Slovenia</source>. <conf-loc>Paris</conf-loc>: <conf-sponsor>European Language Resources Association (ELRA)</conf-sponsor>, <fpage>1493</fpage>&#8211;<lpage>1499</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B73"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Westpfahl</surname>, <given-names>Swantje</given-names></string-name> et al. (<year>2017</year>): <source>STTS 2.0. Guidelines f&#252;r die Annotation von POS-Tags f&#252;r Transkripte gesprochener Sprache in Anlehnung an das Stuttgart T&#252;bingen Tagset (STTS)</source>. Arbeitspapier. <publisher-loc>Mannheim</publisher-loc>: <publisher-name>Institut f&#252;r Deutsche Sprache</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B74"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Wisniewski</surname>, <given-names>Katrin</given-names></string-name> (Hrsg.) (im E. a): <article-title>Gesprochene Lernerkorpora</article-title>. In: <source>Zeitschrift f&#252;r germanistische Linguistik</source>. Themenheft der Zeitschrift f&#252;r germanistische Linguistik.</mixed-citation></ref>
<ref id="B75"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Wisniewski</surname>, <given-names>Katrin</given-names></string-name> (im E. b): <chapter-title>Gesprochene Lernerkorpora des Deutschen: Ein &#220;berblick</chapter-title>. In: <source>Zeitschrift f&#252;r germanistische Linguistik</source>. <publisher-loc>Themenheft</publisher-loc>: <publisher-name>Gesprochene Lernerkorpora des Deutschen</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B76"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Wray</surname>, <given-names>Alison</given-names></string-name> (<year>2002</year>): <source>Formulaic language and the lexicon</source>. <publisher-loc>Cambridge</publisher-loc>: <publisher-name>Cambridge University Press</publisher-name>.</mixed-citation></ref></ref-list>
<sec>
<title>Kurzbios</title>
<p><bold>Christian Fandrych</bold> ist Professor f&#252;r Deutsch als Fremdsprache mit Schwerpunkt Linguistik am Herder-Institut, Universit&#228;t Leipzig. Er arbeitet u.a. zu den Themen Lexik- und Grammatikvermittlung, Korpuslinguistik, Text- und Gespr&#228;chslinguistik, Wissenschaftssprache und Sprachenpolitik. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift &#8222;Deutsch als Fremdsprache&#8220; und Mitherausgeber der Zeitschrift &#8222;Fremdsprache Deutsch&#8220;.</p>
<p><bold>Cordula Mei&#223;ner</bold> ist Assistenzprofessorin am Institut f&#252;r Germanistik an der Universit&#228;t Innsbruck. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen u.a. die korpusbasierte Sprachbeschreibung als Basis f&#252;r das Lehren und Lernen von Deutsch als fremder Sprache, Korpuspragmatik und Lexikogrammatik geschriebener und gesprochener Sprache sowie die Sprachverwendung in Wissenschaft, Bildung und Beruf.</p>
<p><bold>Franziska Wallner</bold> ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Herder-Institut der Universit&#228;t Leipzig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. das Deutsche als fremde Bildungs- und Wissenschaftssprache, die korpusbasierte Erforschung der gesprochenen Sprache, M&#252;ndlichkeitsdidaktik sowie die Nutzung von Korpora im Kontext von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Sie ist Mitglied der Redaktion der Zeitschrift Deutsch als Fremdsprache.</p>
</sec>
</back>
</article>
